Sozialdienst-Ausflug

Ein Tag voller spannender Erlebnisse

Ellen Blume
Lügumkloster/Løgumkloster
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Die Ausflügler in der Kirche zu Bröns Foto: Privat

Ein Gemeinschaftsausflug, vorbereitet vom Sozialdienst Lügumkloster, führte an die Westküste. Zuerst ging es Richtung Bröns.

Mit dem Bus, in dem die Reiseteilnehmer von der Vorsitzenden Christa Lorenzen herzlich begrüßt wurden, ging es zuerst Richtung Bröns, um die Kirche zu besichtigen. Das heißt: Man bewunderte diese nicht nur auf eigene Faust, sondern erhielt eine sehr spannende, von fundiertem Wissen geprägte Führung durch Bent Petersen, dem man nicht nur seine große Sachkenntnis anmerkte, sondern auch sein persönliches Verhältnis zu „seiner“ Kirche – schließlich war er 38 Jahre lang Vorsitzender des Kirchengemeinderats wie auch Lehrer gewesen.

Viele interessante Einzelheiten konnte er über die zweitgrößte Dorfkirche Dänemarks erzählen, zum Beispiel, dass ein aus der katholischen Zeit stammender Schrank für die Hostien, der nach der Reformation aus der Kirche entfernt worden war und lange Jahre auf dem Dachboden gelegen hatte, dort wieder entdeckt wurde und heute wieder einen Platz im Chorraum hat – und weiter ein verschwundener Petrus an der Orgelempore, der gestohlen und zum Glück wieder hergestellt wurde; der Unterschied zu den anderen Figuren ist nur, wenn man es weiß, zu bemerken! Eine Besonderheit in der Kirche sind die großen Kalkmalereien an der Nordwand, entstanden in der vorreformatorischen Zeit um 1530. Sie erzählen viele Geschichten aus der Bibel und der Kirchengeschichte.

Man sieht unter anderem die sehr anschauliche Darstellung von der einzig richtigen Tür zum Himmel wie auch die Stationen aus dem Leben Jesu. Interessant die Darstellung von Luther, der vom Papst die Bannbulle erhält, auf der nichts draufsteht, was bedeuten soll: Der Text hat nichts zu sagen.In der Kirche hielt Pastor Matthias Alpen eine Andacht, die mit dem Liedvers begann „Breit aus die Flügel beide“. Er ging auf die Zugvögel ein, über die wir bald viel erfahren würden und gab uns den Gedanken mit: Auch wir Menschen stehen wie die Zugvögel unter dem Schutz Gottes und bitten um ihn, wie in dem Vers von Paul Gerhardt gesungen wurde. Das Mittagessen im Dorfkrug in Bröns haben alle genossen.

Beeindruckende Schau

Das im vergangenen Jahr eröffnete Wattenmeer-Zentrum in Vester Vedsted, unser nächstes Ziel, beeindruckte schon von außen: architektonisch so gebaut, dass es zu den Deichen und der Marsch passt, Dach und Seiten mit Reet, dem ursprünglichen Baumaterial der Marsch, gedeckt, in einer Form, die ahnen lässt, dass etwas aus der Marsch-und Geestlandschaft emporwächst. Ein sehr engagierter Führer, der sich bestens in der Natur auskennt, erzählte Spannendes zu den einzelnen Ausstellungsräumen: die Gezeiten, das Wattenmeer als eine Landschaft in Bewegung, Salzwiesen und Priele, Sturmfluten, Meeresvögel, das Wattenmeer der Zugvögel, deren Rast im Wattenmeer, bevor sie ihre lange Reise antreten, das Leben der Seehunde und vieles mehr. Kurz: Eine imponierende Ausstellung in architektonisch eindrucksvollen Räumen mit vielen technischen Geräusch- und Lichteffekten, welche die Vielfalt des Wattenmeeres zeigen, außerdem Anlagen zum Anfassen, Erkunden und Ausprobieren. Wer was im Wattenmeer frisst und wer von wem gefressen wird – auch dieser Kreislauf wird anschaulich und eindrucksvoll vermittelt. Ein sehr guter, sehenswerter Film über die Folgen der Sturmfluten seit 1362 schloss den Besuch in Vester Vedsted ab.
Während der Rückfahrt wurde dem Vorbereitungsteam des Sozialdienstes vom BDN und der Kirchengemeinde im Namen aller Teilnehmer ein großes, herzliches Dankeschön für einen sehr gut vorbereiteten Ausflug und somit für einen wunderschönen Tag gedankt.

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