Tønder Festival

Sternekoch: Picobello Helfer

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Tondern/Tønder
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Thomas Rode beim Schnippeln von Spitzkohl und Fennikel für das Hauptgericht. Foto: Elise Rahbek

Thomas Rode zaubert Drei-Gänge-Menü beim Gourmetabend des Tønder Festivals.

Beim Festival sei er in ganz jungen Jahren gewesen, vielleicht als 15- oder 16-Jähriger. Danach nicht mehr. Am Montag kehrte der Sternekoch Thomas Rode, der aus Bønderby stammt, auf den Festivalplatz zurück, nicht als Gast, sondern als Koch. In der Küche des Festivalrestaurants der gehobenen Klasse, Fiddler’s Green, zauberte der 50-Jährige an zwei Abenden ein Drei-Gänge-Menü.

600 Kronen inklusive Getränke und nach dem Essen ein Vortrag über sich und Spezialitäten aus Nordschleswig – ein gefundenes Fressen, meinten rund 200 Gäste. Im breitesten Sønderjysk und ohne Starallüren erklärte er nachmittags das Festmenü, umgeben von freiwilligen Helfern des Festivals, die erstmals einem Sternekoch zur Seite stehen. „Alles klappt picobello“, lobte Rode seine Crew. Gekocht wurde mit heimischen Westküstenzutaten, aber nicht nach nordschleswigschen Rezepten. „Ich habe das hier sonst noch nie gekocht, aber Montagabend hat sich zumindest keiner beschwert“, lacht Rode verschmitzt.

Dass er in Tondern kocht, ist den Bemühungen des Festivals geschuldet, den Besuchern ein noch größeres kulinarisches Erlebnis bieten zu können. Daher wurde die Expertin für nordschleswigsche Zutaten, Rikke Buthler aus Apenrade, angeheuert, die Verantwortung für die beiden Gourmetabende zu übernehmen. Sie konnte dafür Thomas Rode gewinnen, mit dem sie schon bei ähnlichen Events zusammen gearbeitet hat. Auch sie schwört auf heimische Produkte.

Thomas Rode servierte den Gästen Forellen auf zweierlei Art mit Salat, in dem der Queller von der Westküste nicht fehlen durfte. Als weitere Vorspeise gab es Tartar von Hereford-Rindern aus dem Raum Scherrebek. Als Hauptspeise wählte er Lamm auf dreierlei Art. Und als Nachspeise gab es ein Himbeertörtchen. Die Reste vom Vortag würden den Gästen am Dienstag nicht serviert. „Obwohl das gar nicht so schlecht wäre. Mit ein bisschen Salz und Pfeffer, Zitrone und Liebe schmecken Reste lecker“, lachte er.

Es wird ihn bald wieder nach Nordschleswig führen. Am Freitag arrangiert er im Hotel Baltic in Höruphaff ein Treffen nordschleswigscher Spitzenköche.

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