Bildung

Steigende Tendenz bei Schülerzahlen

Steigende Tendenz bei Schülerzahlen

Steigende Tendenz bei Schülerzahlen

Lügumkloster/Løgumkloster
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Schulleiterin Connie Meyhoff Thaysen (l.) richtete ein großes Lob an die Eltern, die im Frühjahr sehr schnell reagierten und sich auf die neue Corona-Situation einstellten. Foto: Monika Thomsen

Die Deutsche Schule Lügumkloster durchbricht im kommenden Schuljahr die Schallmauer von 50 Kindern. Auf der Wunschliste stehen räumliche Erweiterungen.

Über die erfreuliche Entwicklung mit steigenden Schülerzahlen berichtete Schulleiterin Connie Meyhoff Thaysen auf der Generalversammlung der Deutschen Schule Lügumkloster. Mit 41 Mädchen und Jungen wurde im Schuljahr 2019/2020 der höchste Stand seit fast 20 Jahren erreicht.

Einen Tiefstand gab es 2001 mit 29 Kindern. Ansonsten lag die Zahl während der vergangenen Jahre bei Ende 30.

Aktuell zählt die Schulbelegschaft 45 Kinder.

Wir haben keine 7. Klasse und geben keine Kinder ab. Im kommenden Schuljahr werden wir über 50 sein.

Connie Meyhoff Thaysen, Schulleiterin

„Wir haben keine 7. Klasse und geben keine Kinder ab. Im kommenden Schuljahr werden wir über 50 sein“, so die Prognose der Schulleiterin. In diesem Zusammenhang wies sie auf einen zu erwartenden räumlichen Engpass hin. „Wir hoffen, dass unser Wunsch nach einem Anbau berücksichtigt wird“, so die Schulleiterin.

Bildungsstätte mit gutem Ruf

Die steigenden Schülerzahlen seien nicht nur auf die gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen deutschen Kindergarten zurückzuführen.

„Wir bekommen auch Kinder aus den örtlichen dänischen Einrichtungen vor Ort und sogar aus Toftlund. Wir haben hier vor Ort fachlich tüchtige und einsatzfreudige Lehrer. Sie gehen auf die einzelnen Kinder ein, die sich geborgen fühlen. Das spricht sich rum“, sagte Connie Meyhoff Thaysen.

Kindergarten-Neubau geht los

„Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht“, meinte die Schulleiterin mit Blick auf das Bauvorhaben mit einer neuen Kindertagesstätte auf dem Schulgrundstück. Die Schulvereinsvorsitzende Signe von Oettingen hatte das Projekt vorgestellt.

„Auch ein Anbau der Bühne ist schon seit 2016 beantragt. Wir haben keine Bühne und brauchen mehr Platz. Nicht nur die Veranstaltungen der Schule platzen aus den Nähten, auch die Veranstaltungen des Kindergartens und der anderen Vereine vor Ort“, erklärte von Oettingen.

Der Schulstandort Lügumkloster hat Bedeutung für die gesamte Minderheit im Westen von Nordschleswig. Dafür setzen wir uns im Miteinander mit den Verantwortlichen gerne ein.

Signe von Oettingen, Schulvorsitzende

„Der Schulstandort Lügumkloster hat Bedeutung für die gesamte Minderheit im Westen von Nordschleswig. Dafür setzen wir uns im Miteinander mit den Verantwortlichen gerne ein“, betonte die Vorsitzende.

„Ich denke, ihr habt bewiesen, dass ihr sehr gute Arbeit gemacht habt. Glückwunsch zu den positiven Schülerzahlen. Es läuft alles sehr gut im ruhigen Fahrwasser in die richtige Richtung“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig, Welm Friedrichsen.

„Fest eingeplant"

Er ging auf den für den Neubau 2016 gestellten Antrag ein. „Es hat sehr viele Jahre gedauert, bis wir die Finanzierung zusammenhatten. Nun ist es auch in Berlin ganz fest eingeplant für 2021 und 2022“, so Friedrichsen.

Die Schulleiterin und die Vorsitzende hatten in ihren Berichten 18 ereignisreiche Monate Revue passieren lassen. Vieles sei durch Corona anders geworden als geplant.

Zu den Veranstaltungen, die durch Corona über den Haufen geworfen wurden, gehörte auch das auf dem Marktplatz geplante große Volksfest der Demokratie mit allen Schulen und Institutionen im Ort, für das die Deutsche Schule Lügumkloster die treibende Kraft war.

Signe von Oettingen bedankte sich herzlich bei Ulf Terp, der bis Mai 2019 an der Spitze des Vorstandes gestanden hatte. Foto: Monika Thomsen

Signe von Oettingen bedankte sich bei dem scheidenden Vorstandsmitglied und früheren Vorsitzenden Ulf Terp.

„Du warst immer umsichtig, verantwortungsvoll und hattest stets die Menschen im Blick. Du bist charmant und ein großer Kenner der Institutionen vor Ort und in der Minderheit“, so die Vorsitzende an ihren Vorgänger.

Wieder- und Neuwahlen
Beim Wahlvorgang wurden Signe von Oettingen und Anita Kanstrup Hattesen wiedergewählt.
Anstelle von Ulf Terp kam Frank Elneff neu in den Vorstand.
Stellvertreterin wurde Betina Brodersen Dahl, die Ina Pegrim ablöste.

Im Zuge der Konstituierung wurde Signe von Oettingen Vorsitzende, und stellvertretende Vorsitzende ist Hanne Matzen.
Außer Elneff und Hattesen gehören auch Christian Hardegaard und Nathalie Burow dem Gremium an.

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