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Sozialdienst Hoyer setzt auf Neustart nach Corona-Pause

Sozialdienst Hoyer setzt auf Neustart nach Corona-Pause

Sozialdienst Hoyer setzt auf Neustart nach Corona-Pause

Hoyer/Højer
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Die Sozialdienst-Vorsitzende in Hoyer, Marlies Zimmer, kündigte ein interessantes Programm für die Zeit nach der Sommerpause an. Foto: Volker Heesch

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Die Familienberaterin Ilka Jankiewicz berichtete über Einsatz zur Milderung der Pandemie-Einschränkungen. Vielen Älteren fehlt die tägliche Papierzeitung.

„Die Versammlung ist ordnungsgemäß einberufen worden“, stellte der Versammlungsleiter bei der Generalversammlung des Ortsvereins Hoyer des Sozialdienstes Nordschleswig, Hans Grundt, am Versammlungsort Hohenwarte in Hoyerschleuse am Montagabend fest und erteilte der Vorsitzenden Marlies Zimmer das Wort. „Alle unsere Planungen wurden über den Haufen geworfen“, so die Vorsitzende, die in ihrer Rückschau über schöne Ausflüge auf den Blaubeerenhof Osterhoist (Øster Højst), eine gelungene Erntedankveranstaltung und die Adventsfeier in der Kirche berichten konnte. Danach sei aber alles abgesagt worden.

Einladung zum Sommerfest am 4. September

„Wir gehen mit neuem Mut und dem alten Programm ins neue Veranstaltungsjahr“, so Marlies Zimmer und rief die gut 30 Anwesenden während der gemeinsam mit dem BDN-Ortsverein veranstalteten Generalversammlung zur Teilnahme am „Sommerfest des Sozialdienstes“ am Sonnabend, 4. September, 14.30 Uhr, auf. Auf dem Programm stehen Kaffee und Kuchen, lustige Spiele und fröhliches Beisammensein.

Auch bei der Generalversammlung des Sozialdienstes Hoyer kam die Gemütlichkeit nicht zu kurz. Foto: Volker Heesch

Abschließend wird gegrillt. Anmeldungen nimmt Birte Oden bis zum 25. August entgegen, Tel. 22 18 29 12. Regelmäßig am Montag trifft sich auch wieder der Strick- und Skatklub ab 9.30 Uhr im Alten Bürgermeisterkontor. Treffpunkt ist auch jeweils Montag um 15 Uhr im Bürgermeisterkontor oder nach Veranstaltungsprogramm.

Einsatz der Familienberaterin gefragt

Nach der Vorlage des Kassenberichts durch Birte Oden gab Familienberaterin Ilka Jankiewicz Einblick in ihre Tätigkeit. Sie sprach von Herausforderungen, seitdem ab Frühjahr 2020 Hausbesuche lange Zeit unmöglich waren. Gerade auch der Kontakt mit Behörden, im Auftrag der von ihr betreuten Menschen, war sehr umständlich.

Birte Oden (l.) legte beim Sozialdienst Hoyer den Kassenbericht vor, Familienberaterin Ilka Jankiewizc (r.) gab Einblick in ihre Aufgaben. Foto: Volker Heesch

Ganz hart habe es Neuzuzügler, meist aus Deutschland, getroffen, die lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, bevor sie und ihre Angehörigen in der zuständigen Behörde, dem früheren Staatsamt in Apenrade, die Unterlagen zur Genehmigung der Wohnsitznahme erhielten, ohne die Kinder nicht in den Kindergarten oder die Schule in Dänemark gehen können. „Zum Glück durfte ich zu einigen Menschen ausrücken“, so die Familienberaterin.

Sie berichtete auch über ältere Menschen, die weiter sehr unter der Einstellung der Tageszeitung, des „Nordschleswigers", litten und Angst vor der um sich greifenden Digitalisierung haben. „Sehr unterstützt haben mich die Sozialdienst-Ortsvereine, mit Tipps, wen ich vielleicht einmal anrufen sollte“, so Ilka Jankiewicz. Zum Abschluss der Generalversammlung wurden noch Delegierte bestimmt und Gerda Nielsen als neue Vorstandssuppleantin gewählt, nachdem sie zunächst meinte, sie sei dafür wohl zu „gammel“. „Für den Sozialdienst ist man nie zu gammel“, meinte dazu noch Versammlungsleiter Hans Grundt.

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