Wahlen 2017 – Tondern

Schüler erlebten Wahl hautnah mit

Schüler erlebten Wahl hautnah mit

Schüler erlebten Wahl hautnah mit

Tondern/Tønder
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So wird gewählt: Louise Thomsen Terp zeigt, wie es geht. Rechts im Bild Jørn Skov. Foto: Elise Rahbek

Praxisbezogener Unterricht der Ludwig-Andresen-Schule in den Tondernhallen mit der wiedergewählten Stadträtin Louise Thomsen Terp.

Die Achtklässler der Ludwig-Andresen-Schule werden zwar erst in vier Jahren Wahlrecht haben. Dennoch sind sie dank des Gesellschafts- und Geschichtsunterrichts etwas besser für den Gang an die Wahlurnen präpariert worden.

Und mit einem praxisbezogenen Unterricht in einem Wahllokal wurde das neue Wissen vermutlich ausgebaut, obwohl ein Schüler bei der Informationsflut verwirrt meinte: „Da gehe ich in vier Jahren nicht hin. Das kapiere ich ja doch nicht.“ Auch seine Mitschüler Dominik und Carolina wirkten etwas verwirrt. Sie konnten schon gar nicht sagen, für welche Partei bzw. Kandidaten sie stimmen würden.

Die Klasse und ihre beiden Lehrerinnen Jette Frisk Hansen und Bonni Rathje-Ottenberg zogen am Wahltag zu den Tondernhallen, wo der Vorsitzende der Wahlaufsicht, Jørn Skov, und die SP-Politikerin Louise Thomsen Terp sie im Schnelldurchgang über die Aufgaben und den Aufbau der Kommunen und die Region informierten.
Louise Thomsen Terp, die am Wahlabend die freudige Botschaft erhielt, dass sie und Jørgen Popp Petersen wiedergewählt worden waren, zeigte den staunenden Jugendlichen auch ihren ellenlangen Stimmzettel für die Kommunalwahl und den noch längeren für die Regionswahl. Sie durften ihr auch bis zum Vorhang der Wahlkabine folgen, wo sie ihre Stimmen abgab.

Nach Abschluss des Wahlvorgangs müsse man sich erst durch die Wahlzettel verteilt auf die Parteien und dann nochmals auf die Verteilung der jeweiligen Kandidaten, ackern. Die gleiche Prozedur folge bei der Auszählung für die Regionswahl. Für die Feinzählung am nächsten Tag werde man von 50 zusätzlichen Kräften unterstützt.

Erstmals wurden anstelle der schwarzen rote Bleistifte gewählt, damit die Kreuze leichter zu finden sind. Und für geh- und sehbehinderte Bürger gab es eine eigene Wahlkabine, wo auch eine Lupe den Wählern helfen sollte, den Kandidaten bzw. die Partei ihrer Wahl zu finden, erzählte Skov, der den Wahltag als Festtag bezeichnete. Unter einem Festtag verstanden die Schüler bestimmt etwas anderes.

Zu den nach der Wahl folgenden Konstituierungsgesprächen meinte Jørn Skov, dass diese schon recht heftig über die Bühne gehen könnten.

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