Veranstaltung

Positives Interesse bei Bürgern

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Tondern/Tønder
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Rund 200 Interessierte waren beim Info-Abend im Tonderner Rathaus dabei. Foto: Elise Rahbek

Bei der Veranstaltung zum Plan für die Neugestaltung des öffentlichen Raums und der Klimaanpassung in Tonderns Innenstadt herrschte durchweg positives Interesse.

Um die 200 Bürgerinnen und Bürger haben sich am Montagabend im Foyer des Tonderner Rathauses von den Planern der Kommune und des Ingenieurbüros Cowi die Entwürfe zur Neugestaltung des öffentlichen Raums und Vorbereitung des Stadtkerns auf Herausforderungen des Klimawandels erklären lassen.

Es herrschte durchweg positives Interesse an den Planungsvorschlägen, die neben technischen Anlagen zur Bändigung der zu erwartenden steigenden Niederschlagsmengen auch auf bessere Darstellung des Bauerbes der Wiedaustadt und Gestaltung von Plätzen und Anlagen für eine künftig stärkere Nutzung durch Einwohner und Besucher der Stadt abzielen.

Der Bereich am Laurentiusstrom und Liebestempel am Kongevej soll laut Planungsvorschlägen attraktiver gestaltet werden. Foto: V. Heesch

Problem Müllbunker

Es wurde deutlich, dass es Zustimmung für eine Entfernung der umstrittenen unterirdischen Müllsammelbehälter von den jetzigen Standorten gibt, da die Müllbunker einige schöne Plätze verschandeln. Es zeigte sich aber auch, dass kaum andere Platzierungen Interesse bei dortigen Anliegern finden.

Die Innenstadt von Tondern ist ein Sorgenkind hinsichtlich der Ableitung der Wassermassen nach den auch in der Gegenwart schon häufigeren Starkregenfällen. Denn der mittelalterliche Ortskern liegt kaum höher als der mittlere Meeresspiegel. Bei absehbarem Anstieg des Meeresspiegels muss die Entwässerung intensiviert werden, um Überflutungen vorbeugen zu können.

Die Ideen zur Neugestaltung der Grünflächen entlang des Kongevejs mit dem einbetonierten Laurentiusstrom umfassen neben der Verschönerung der Flächen mit dem Liebestempel als Attraktion auch wasserbauliche Maßnahmen, denn der Wasserlauf erfüllt eine wichtige Funktion bei der Ableitung von Wasser nach Wolkenbrüchen und Regenperioden.

Die Wiederherstellung einer Wasserfläche im Bereich der Schiffbrücke, wo in den 1920er Jahren der Tonderner Hafen mit Verbindung zur Wiedau zugeschüttet worden ist, soll auch für die Klimasicherung der Stadt genutzt werden.

Wie berichtet, soll im Zuge der Neugestaltung der Innenstadt auch ein Verkehrskonzept gefunden werden, das die engen Altstadtgassen vor Passagen schwerer Lkw bewahrt, die mit Erschütterungen verbunden sind und für viele Risse sorgen. Bis zum 4. Dezember können die Bürger Vorschläge einreichen, beispielsweise auch zum Parkplatzkonzept für den Markt.

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