Wirtschaft

Mehr Platz: Möbelfabrik plant für die Zukunft

Mehr Platz: Möbelfabrik plant für die Zukunft

Mehr Platz: Möbelfabrik plant für die Zukunft

Süderseiersleff/ Sønder Sejerslev
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Zuschneiden der Holzelemente, die Montage und umweltfreundliches Lackieren und Versand finden in Süderseiersleff statt. Foto: Brigitta Lassen

Bei M. Schack Engel A/S in Süderseiersleff stehen interne Änderungen der Arbeitsgänge bevor. Das Unternehmen will ein Hochregallager bauen.

Ab 3. Februar befindet sich ein neuer Flächennutzungsplan für das Gewerbegebiet in Süderseiersleff (Sønder Sejerslev) für vier Wochen in der Anhörung. Dort ist die Möbelfabrik M. Schack Engel A/S angesiedelt, die jetzt langfristig für die Zukunft planen will. Dabei geht es um mehr Platz, um ein Hochregallager bauen zu können. Die maximale Höhe darf generell 8,5 Meter nicht übersteigen. Der Neubau darf bis zu 12 Meter hoch sein.

Sozialdemokratin ist skeptisch

Der Stadtrat hat den Vorschlag in die Anhörung geschickt. Die Sozialdemokratin Eike Albrechtsen hat schon im Vornherein zu erkennen gegeben, dass sie einem Bau eines hohen Gebäudes in der kleinen Ortschaft mit vielen schmucken Häusern nicht zustimmen könne. Sie hätte nichts dagegen, wenn eine Firma erfolgreich sei. Aber der Ort sei klein. Dort gehöre ein Hochregallager nicht hin, das die verhältnismäßig niedrigen Häuser überragen würde.

Das Unternehmen liegt quasi mitten im Ort, der als kulturgeschichtlich wertvoll eingestuft wird.

Ganz anderer Meinung als Eike Albrechtsen ist ihr Parteikollegin Harald Christensen. Alle Firmen mit guten Arbeitsplätzen müssten unterstützt werden, obwohl er einräumte, dass es bauliche Herausforderungen gebe. Aber die Kommune hätte Gebrauch für jede Firma.

Eine Erfolgsgeschichte

Der Vorsitzende des technischen Ausschusses Bo Jessen (Tønder Listen) nennt es eine Erfolgsgeschichte, dass das Unternehmen so großen Absatz für seine Kindermöbel findet. Die Firma wolle ihre internen Arbeitsgänge verändern. Es sei schön, wenn eine Firma auch im ländlichen Raum erfolgreich wirtschaften könne. Die Firma sei fast 100 Jahre alt und beschäftige zwischen 40 und 45 Mitarbeitern, die hauptsächlich aus der Region kommen. Aber der Plan müsse natürlich in die öffentliche Anhörung.

Die Möbelfabrik liegt fast mitten im Ort. Foto: Kommune Tondern

Die Kommune fand es zweckdienlich, dass die Gewerbefläche vergrößert wird, wo heute noch einzelne Einfamilienhäuser liegen. Sieben Grundstücke zwischen Højervej und Möbelfabrik sollen in Industrieareal einbezogen werden. Die im südlich gelegenen Häuser befinden sich im Besitz des Unternehmens. Alle sollen Wohnzwecke dienen. Die Planungsfläche beträgt fünf Hektar. Die Verwaltung befürchtete keine Mehrbelastung der Umwelt.

Süderseiersleff wird als kulturhistorisch wertvoller Ort eingestuft. Foto: Brigitta Lassen

Bis zum 3. März läuft die Anhörung. Der Plan, der viele Elemente des noch gültigen Bebauungsplans enthält, wird den Politikern nach Ablauf der Frist wieder vorgelegt, bevor er angenommen wird.

Kindermöbel für alle Welt

M. Schack Engel A/S produziert Kindermöbel und exportierte diese in mehr als 35 Länder. Die Produkte werden primär über feste Agenten und Händler abgesetzt. Dazu zählen auch 34 deutsche Geschäfte.

Die heute 13.000 Quadratmeter große Firma wurde 1924 von Lars Hans Engel gegründet. Heute wird das Unternehmen von John Engel, dessen Sohn Henrik und Keld Nielsen geleitet, der 2008 nach langjähriger Tätigkeit als Miteigentümer aufgenommen wurde.

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