Deutsche Minderheit

Laternenumzug: Kinderaugen leuchten mit Lampions um die Wette

Laternenumzug: Kinderaugen leuchten mit Lampions um die Wette

Laterne: Kinderaugen leuchten mit Lampions um die Wette

Monika Thomsen
Tondern/Tønder
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Das Laternelaufen erfuhr großen Zuspruch. Foto: Monika Thomsen

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Die singende Aktion durch Tonderns Stadtkern wurde von Eltern, Großeltern und Urgroßeltern begleitet.

Großer Bahnhof vor dem Deutschen Kindergarten Tondern, als viele Menschen auf kurzen und langen Beinen der Einladung zum Laternelaufen gefolgt waren.

Die Mädchen und Jungen trugen stolz und fröhlich ihre Laternen durch die Stadt. Auch aus dem benachbarten Club der Deutschen Kindertagesstätten und Clubs in der Kommune Tondern (DKCT) gesellten sich Kinder dazu.

Es war schön, das Leuchten in den Augen der Kinder zu sehen. Wir haben es genossen.

Inge Lange, Urgroßmutter

„Das war ganz toll, dass die Clubkinder dabei waren. Das zeigt, dass wir eine Einheit sind“, freute sich der stellvertretende Abteilungsleiter Lars Malligsen-Schorr im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“.

Vier Generationen der Familie Lange

Zu den vielen Erwachsenen, die mit von der Partie waren, gehörten Inge und Ernst Lange.

Ihre Urenkelinnen Nynne und Lærke besuchen den Kindergarten. „Das war so schön. Es war schön, das Leuchten in den Augen der Kinder zu sehen. Wir haben es genossen“, versichert Inge Lange. „Es erinnert uns auch an die Zeit, als wir selbst mit unseren Kindern und später mit den Enkeln zum Laternelaufen waren“, berichtet die 85-Jährige. Die Familie nahm mit vier Generationen teil.

Viele interessierte Zaungäste

Inge Lange erwähnt auch die vielen Leute, die sich in ihrer Haus- oder Geschäftstür positioniert hatten, um sich das leuchtende Spektakel nicht entgehen zu lassen.

Das „Orchester“ des Kindergartens mit Lars Malligsen-Schorr mit der Gitarre und Erzieherin Renate Osterfeld mit dem Akkordeon wurde erstmals durch die Gitarre spielende Pastorin Dorothea Lindow verstärkt.

Auf dem Markt stand die Geschichte von Sankt Martin im Mittelpunkt. Foto: Monika Thomsen

Eine windige Angelegenheit

Von der Popsensgade aus zog sich die leuchtende Karawane Richtung Markt. Unterwegs wurden Stopps zum Singen eingelegt. Der Wind trieb zwischendurch mit einigen Laternen sein Spiel, die durch die Gegend flatterten.

Da das Pferd von Zenia Carstensen in die Jahre gekommen ist, führte sie in diesem Jahr die leuchtende „Schlange“ nicht auf dem Pferderücken an.

„Ist dort der Weihnachtsmann?“

So manch einer wunderte sich über den Umzug. „Ist dort der Weihnachtsmann?“, fragte eine Passantin wegen der Menschenmenge, die sich auf dem weihnachtlich geschmückten Markt scharte.

Dort ging es aber um die Geschichte von Sankt Martin.

Da das Thema vorher im Kindergarten „verarztet“ worden war, wussten die Kleinen genau, dass der Heilige ein Herz für die Armen hatte und dass er seinen Mantel mit einem Bettelnden teilte.

Die Clubkinder Ene (l.) und Iben schmetterten voller Inbrunst Laternenlieder. Foto: Monika Thomsen

Wärmende Suppen warteten

Durch die Süderstraße und die Uldgade, wo Anwohnerinnen und Anwohner Licht in ihre Fenster gestellt hatten, wurde Kurs auf den Kindergarten genommen. Dort warteten die drei vom Elternrat vorbereiteten Suppen. „Die Suppen waren schön heiß, das tat für die kalten Hände gut“, sagt Inge Lange mit einem Lachen.

Buntes Leuchten durch individuelle Lampions war angesagt. Foto: Monika Thomsen

Suppenessen nach drinnen verlegt

Wettertechnisch gab es an diesem Tag einige Sorgenfalten im Kindergarten. Der Probelauf durch den Hort musste abends jedoch nicht umgesetzt werden, da sich das Wetter besser als prognostiziert entpuppte.

„Das Suppenessen haben wir aber nach drinnen verlegt. Dort haben wir Jung bis Alt beieinander gesessen. Das war toll“, so Lars Malligsen-Schorr.

Keine leuchtenden Sterne

An diesem kalten und windigen Abend ließen sich die viel besungenen Sterne am Himmel über die Wiedaustadt nicht blicken. Zum Glück blieben die Himmelsschleusen jedoch dicht.

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