Wattenmeer-Event

Kommunale Finanzspritze für das Austernfestival auf Röm

Kommunale Finanzspritze für das Austernfestival auf Röm

Kommunale Finanzspritze für das Austernfestival auf Röm

Tondern/Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Austern knacken und essen stand für den damaligen Umweltminister Jakob Ellemann-Jensen (Venstre) auf dem Programm als er im April 2019 das Naturcenter Tønnisgaard auf Röm besuchte. Foto: Archiv Elise Rahbek

2020 und 2021 gibt es jeweils 200.000 kommunale Kronen für das Festival mit Spitzenköchen auf der Nordseeinsel. Nach dem Auftakt mit 2.000 Gästen peilen die Veranstalter langfristig 10.000 Besucher an.

Wenn das Austernfestival vom 10. bis zum 12. Oktober zum zweiten Mal auf Röm/Rømø ausgerichtet wird, erfolgt dies erneut mit finanzieller Schützenhilfe der Kommune Tondern.

Der kommunale Finanzausschuss hat gebilligt, dass das Event 2020 und 2021 jeweils mit 200.000 Kronen vom Konto für Wirtschaftsförderung unterstützt wird.

Wir haben den Zuschuss für dieses und nächstes Jahr gutgeheißen. Danach soll im Rahmen der Haushaltsverhandlungen über die Finanzierung beraten werden.

Henrik Frandsen, Bürgermeister

Zwei Jahre gesichert

„Wir haben den Zuschuss für dieses und nächstes Jahr gutgeheißen. Danach soll im Rahmen der Haushaltsverhandlungen über die Finanzierung beraten werden“, erklärt Henrik Frandsenmit Blick auf das Austernfestival.

Das Event unter Schirmherrschaft von Prinz Joachim soll mit der Teilnahme von Spitzenköchen aus dem In- und Ausland die Aufmerksamkeit für die Delikatesse aus dem Wattenmeer schüren.

Die Premiere lockte um die 2.000 Teilnehmer an.

Verschiedene Geldquellen

Unlängst konnte der Bürgermeister als Vorsitzender des Events 100.000 Kronen aus der Ausschüttung des Sommerhausvermietungsbüro Ferienpartner Rømø in Empfang nehmen.

Die staatliche Behörde für Wirtschaftsförderung bezuschusst das Festival über drei Jahre mit 1.350.000 Kronen. Die Region Süddänemark unterstützt mit 375.000 Kronen und darüberhinaus gibt es weitere Sponsoren.

Bürgermeister Henrik Frandsen empfing unlängst im Rahmen einer Ausschüttung einen Scheck in Höhe von 100.000 Kronen für das Austernfestival von Büroleiter Martin Vestergaard von Feriepartner Rømø. Foto: Archiv Lars K. Detlev

Frandsen steht an der Spitze des Vereins „Danmarks Spisekammer“, der jedes Jahr das Festival auf der Nordseeinsel ausrichten will.

Der Touristikverein Röm-Tondern und der Tonderner Wirtschaftsrat sind gemeinsam mit Personen, die sich in der Branche auskennen, in dem Gremium vertreten.

Der Vorstand von „Danmarks Spisekammer"

• Henrik Frandsen, Vorsitzender
• Henrik Willert Nielsen, zweiter Vorsitzender (Koch und Direktor Den Kongelige Skydebane Sølyst)
• Bodil Glistrup Thomsen, Kassiererin
• Peter Sextus Rasmussen, Direktor Samsøe & Samsøe
• Iver Gram, Direktor von Sort Safari
• Marianne Kalb (Vertreterin des Wirtschaftsrats)
• Mette Johnsen, Direktionsassistentin Novozymes
• Martin Iversen, Besitzer und Konzerndirektor von Enjoy Resorts und Vorsitzender des Touristikvereins Röm-Tondern
• Sekretäre sind: Jesper Aalund Olsen, Enjoy Resorts und Povl Lønberg Rasmussen, Initiator für und Projektleiter von Danmarks Østersfestival

Aus den Visionen des Austernfestivals bis 2028 geht hervor, dass man die Zahl von 10.000 Besuchern erreichen will. Die Austern sollen die ganze Saison von September bis April zugänglich sein.

Austern zu sammeln soll genauso einfach und hip werden, wie Holunderblüten für Saft zu pflücken. Angepeilt wird unter anderem die Schaffung von 20 neuen Arbeitsplätzen im Bereich von Tourismus und Produktion/Veredlung.

Das Austernfestival soll sich als international anerkanntes Ereignis für gastronomische Innovation einen Namen machen.

Auch der BDN NorderLügumkloster hat sich schon mal auf die Suche nach Austern gemacht. Foto: Archiv privat

Wie die pazifische Auster ins Wattenmeer kam

Raubbau und ein strenger Winter machten 1937 dem Bestand an europäischen Austern den Garaus. 1982 setzte Sextus Rasmussen pazifische Austern aus, die er in Irland geholt hatte, schreibt das Austernfestival auf seiner Homepage.

Das Schalentier wird als invasive Art bezeichnet, da es ohne fremde Hilfe nie ins Wattenmeer gelangt wäre. Derzeit gibt es dort 72.000 Tonnen Austern, die darauf warten, gepflückt zu werden.

„Der Biodiversität zuliebe tun wir der Natur etwas Gutes, wenn wir die Austern essen“, lautet die Botschaft vom Austernfestival.

Austernbänke im Wattenmeer Foto: Pressefoto
Mehr lesen