Spaß vorprogrammiert

Klostermarkt-Auftakt steigt digital

Klostermarkt-Auftakt steigt digital

Klostermarkt-Auftakt steigt digital

Lügumkloster/Løgumkloster
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Ole Caspersen heckt für seine Markt-Monologe spritzige Ideen aus. 2019 streifte sich seine Frau Inger eine Wolfsmaske über. Das gefiel auch dem früheren Außenminister und jetzigem Regionsratsmitglied Villy Søvndal (SF). (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

Der Klostermarkt findet coronabedingt nicht statt, auf den humorvollen Auftakt brauchen die Bürger jedoch nicht zu verzichten. Das Event im kleinen Kreis wird am 6. August live übertragen.

Die Wurzeln des Klostermarkts (Kloster Mærken) in Lügumkloster reichen in die Zeit um 1173 zurück, als die Zisterziensermönche sich in der Nähe der Bredeau niederließen, um ein Kloster zu gründen. Sie nannten den Ort „Locus Dei“ (Ort Gottes, Løgum Kloster).

Obgleich Corona der langjährigen Markttradition im August in Lügumkloster einen Strich durch die Rechnung macht, soll die Eröffnung des Bartholomäus-Markts nicht sang- und klanglos über die Bühne gehen.

Marktfans im Garten

Mit einem Livestream auf der Facebookseite von Kloster Mærken können die Marktfans in ihren Gärten sitzen, und die offizielle Eröffnung erleben. So ist zumindest die Hoffnung des Klostermarkts.

Der offizielle Auftakt findet am Donnerstag, 6. August, ab 17.30 Uhr, statt.Die Legate aus dem Gedenkfonds des Gauklerpastors Anders Bork Hansen werden wie üblich vom Vorsitzenden der Stiftung, Kjeld Christensen, ausgeschüttet.

Kjeld Christensen, Vorsitzender der Stiftung zu Ehren des Gauklerpastors nimmt die Ausschüttung vor. Im vergangenen Jahr freute sich Anker Larsen von den Pfadfindern in Osterhoist/Øster Højst über 5.000 Kronen. (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

Ein örtlicher Verein kann sich darauf schon freuen. Über die Empfänger, die 5.000 Kronen erhalten, wird bis zur Ausschüttung Stillschweigen gewahrt.

Die Veranstaltung zu Ehren des Gauklerpastors wird seit 26 Jahren im Festzelt ausgerichtet und erlebt einen großen Zuspruch.

Die diesjährige Ausgabe findet aber coronabedingt an einem für die Öffentlichkeit geheimen Ort statt, wie Moderator Bent Beim berichtet.

Der Gauklerpastor

Anders Bork Hansen wirkte von 1951 bis 1978 als dänischer Gemeindepastor in Lügumkloster. Den Namen als Gauklerpastor hat er sich dadurch erworben, dass er 1953 während des Bartholomäusmarkts einen Gottesdienst für Gaukler und das fahrende Volk durchführte. Der Gauklergottesdienst am Donnerstagabend während des Klostermarkts hat bis in die Gegenwart Bestand.
Bork Hansen war nicht nur für den Bau des Refugiums in Lügumkloster die treibende Kraft, sondern er hatte bei den meisten Wahrzeichen des Ortes wie zum Beispiel dem Glockenspiel von Kong Frederik IV, der Hochschule für Pastoren sowie dem Museum Holmen die Finger maßgeblich mit im Spiel. Er verstarb 1993.
Der Tivoliverein hat ein Buch über Anders Bork Hansen herausgegeben. Der Erlös von dem Verkauf bildet die Grundlage für die Ausschüttungen.

Durch die Online-Übertragung brauchen die Bürger auch nicht auf den beliebten Markt-Monolog von Tierarzt Ole Caspersen zu verzichten.

„Ja, ich habe schon angefangen zu schreiben“, bestätigt Caspersen mit einem Lachen, als ihn der „Nordschleswiger“ nach dem Stand der Dinge fragt.

2017 schlüpfte Ole Caspersen in die (bunte) Rolle als Königin Margrethe und schlug Stadtratspolitiker Jens Møller zum Ritter. (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

„Ich fange in der Regel einige Monate vorher an, mir Notizen zu machen. Dann habe ich einen ganzen Katalog, aus dem ich pflücken kann, wenn ich mit dem Schreiben so richtig loslege“, so Caspersen, der sich mittlerweile mit seiner 22. humorvollen Marktrede befasst, die stets viele Lacher erntet.

Mit der Online-Version zeigen wir, dass wir den Klostermarkt ganz doll vermissen. Das wollen wir nicht einfach stillschweigend passieren lassen.

Ole Caspersen, Redner

„Mit der Online-Version zeigen wir, dass wir den Klostermarkt ganz doll vermissen. Das wollen wir nicht einfach stillschweigend passieren lassen.
Die Aktion soll ein kleiner Trost und quasi ein Licht am Ende des Tunnels sein“, sagt Caspersen.

Der Vorsitzende reist aus Falster an

Er gehört mit Vera Warncke und Bent Beim zu den örtlichen Vertretern im Stiftungsvorstand. Diesem gehören außer Kjeld Christensen drei weitere Vertreter aus dem Kreis des Tiviolivereins an.

Das Lachen kommt bei der Veranstaltung im Festzelt in Lügumkloster nicht zu kurz. (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

Das Trio aus Lügumkloster freut sich, dass der Vorsitzende nicht gezögert hat, bei dem Auftakt im kleinen Kreis mit seiner Frau Marianne dabei zu sein. Schließlich wohnen sie nicht um die Ecke, sondern in Horbelev auf der Insel Falster.

Bei dem Auftakt wird Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre) auch mit von der Partie sein. Vor einigen Jahren initiierte Caspersen für den damaligen Schweinebauer Frandsen mit Caspersen als Gegenkandidat ein Wettgrunzen.

Somit darf man schon darauf gespannt sein, was er dieses Jahr ausheckt.

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