Pandemie

„Højt til himlen“ legt Corona-Pause ein

„Højt til himlen“ legt Corona-Pause ein

„Højt til himlen“ legt Corona-Pause ein

Bredebro
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Vor malerischer Kulisse wurde das Stück „Sorgagre“ in Ballum mit der Schauspielerin Bodil Jørgensen in der Hauptrolle aufgeführt. Foto: Archiv: Elise Rahbek

Das Tønder Festival musste in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden. Nun hat auch das heimatgeschichtliche Theaterprojekt entschieden, erst wieder frühestens 2023 so richtig auf die Bühne zu gehen.

Die vielen Laiendarsteller und die große Crew, die alle zwei Jahre das Theaterstück in der Reihe der Serie „Højt til himlen“ stemmen, können sich ausruhen. Nachdem schon die geplanten Vorstellungen im alten Flugzeughangar im Mai wegen der Pandemie abgesagt werden mussten, legen die Laiendarsteller bis mindestens 2023 eine Pause ein. An eine Auflösung denke man nicht, versicherte der Vorsitzende Henrik Dahlmann, nachdem die Tønder Revy schon vor einer Woche ihr Aus für 2021 angekündigt hatte.

„2023 hoffen wir, dass wir wissen, woran wir sind. Wir wollen nicht die Gesundheit des Publikums und die eigene aufs Spiel setzen. Ich weiß auch nicht, ob wir ausreichend Kräfte mobilisieren können auf die Gefahr hin, dass auch diese Vorstellungen ins Wasser fallen“, erklärt Dahlmann. „Wir legen so eine lange Pause in der Hoffnung ein, dass die Corona-Krise bis dahin geklärt ist und dass es bis dahin einen Impfstoff gibt“.

Wir wissen nicht, woran wir sind.

Henrik Dahlmann, Vorsitzender von „Højt til himlen“

Es habe schon früher längere Theaterpausen gegeben. Beispielsweise von 2002 bis 2007 und von 2012 bis 2015. „Wir wissen einfach nicht, woran wir sind“, bedauert der Teatervorsitzende. Ein Manuskript für die Vorstellungen in drei Jahren gebe es noch nicht. Auch das Thema ist noch in der Schwebe. „Wir haben aber unter anderem an die goldenen Hörner von Gallehuus gedacht. Das Manuskript für die Vorstellung über die Einverleibung Nordschleswigs, die anlässlich des 100. Jahrestags der Grenzziehung aufgeführt werden sollte, landet in der Schublade. Schließlich feiert man Weihnachten auch nur am 24. Dezember“.

Clausens Krankheitsgeschichte

Doch ganz bis 2023 muss das Theaterpublikum nicht warten. „Højt til himlen“ will die Erzählung ihres langjährigen Autors Jacob Clausen auf die Bühne bringen. Der Schriftsteller, der im Frühjahr 2018 im Alter von 81 Jahren an Krebs verstarb, schrieb das Manuskript „Aftenlandet“ vor seinem Tod, in dem er seine eigene Krankheitsgeschichte erzählte. Clausen hatte unzählige Stücke für die heimatgeschichtliche Theaterserie geliefert und erlaubte „Højt til Himlen“, seine Geschichte auf der Bühne darzustellen, wenn Kristian Hald die Regie führte. Und das wird er tun.

Dramatische Augenblicke wurden im vergangenen Jahr in Ballum dargestellt. Foto: Archiv: Elise Rahbek

„Jacob Clausen beschreibt seine Erkrankung nicht nur in düsteren Worten. Immer wieder schwingt auch ein leichter Humor mit. Und er erzählte von den Menschen, denen er bis zu seinem Tod begegnet ist“, erzählt Henrik Dahlmann. Die Rolle sei an den seit Jahren aktiven Laiendarsteller Christian Petersen aus Hoyer/Højer vergeben worden. In dem Stück werden nur fünf Personen auf der Bühne stehen. Gespielt wird vor einem kleinen Publikum.

Theater auf mobiler Bühne

„Dieses Stück wird auf einer mobilen Bühne aufgeführt. Bei unseren bisherigen Vorstellungen hatten wir eine stationäre Bühne. Wir haben aber nicht das Geld, dass nur jeder zweite Platz wegen der Abstandsregeln besetzt ist“, erzählt er. Die Laiendarsteller würden das Stück aber auch gerne wieder in verschiedenen Städten der Kommune aufführen.

Die Thematik könne besonders an Krebs erkrankte Personen interessieren. Deswegen wird eine Zusammenarbeit mit Kræftens Bekæmpelse eingeleitet, die das Stück bestellen kann. „Das kann auch jeder andere auch, wir würden dafür auch ganz nach Seeland/Sjælland fahren.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Voneinander lernen“