Wirtschaft

Handelsverein zieht die Reißleine

Handelsverein zieht die Reißleine

Handelsverein zieht die Reißleine

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin - Tondern
Tondern/Tønder
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Die schadhaften Fenster am Anbau des Rathauses sorgen für politische Debatten. Foto: Archivfoto Rahbek

Geschäftsleute lassen die Zusammenarbeit im Rat für wirtschaftliches Wachstum vorerst ruhen.

Die Turbulenzen innerhalb des Wachstumsrats (vækstrådet), die Kündigung der Direktorin Lene Grønning, die Haltung des Vorsitzenden, Bürgermeister Henrik Frandsen, die Zusammenarbeit einzustellen, und das entstandene Vakuum haben den Handelsverein Tondern dazu bewogen, sich aus der Zusammenarbeit zwischen Einzelhandel, Wirtschaft, Tourismus und Kommune im gescheiterten Wirtschaftsforum vorerst auszuklinken.
Diese Entscheidung sei von einem geschlossenen Vorstand getroffen worden, unterstreicht der Vorsitzende Anders Jacobsen. „Erst heißt es hü, dann heißt es hott und nun wissen wir nach zweijähriger Vorarbeit nicht, wie und ob es überhaupt weitergeht“, erklärt Jacobsen.

„Die Interessen waren zu unterschiedlich, und die Bereiche werden zu unterschiedlich von der Kommune finanziell gefördert. Der Handelsverein ist in dieser Frage bestimmt nicht der Nutznießer. Die schon von den Politikern abgesegnete Anstellung eines Citychefs ist auch über den Haufen geworfen worden, während man in anderen Städten schon viel weiter ist. Wenn alles laufen soll, erfordert es aber auch die kommunale Unterstützung“, moniert der Vorsitzende. Falls sich die Lage innerhalb der Zusammenarbeit zum Besseren wende, würde der Vorstand überlegen, ob er wieder einsteigt.

Ideen, die in Zusammenarbeit mit Lene Grønning schon ausgeklügelt worden waren, würden wieder auf Eis liegen. „Wir können quasi wieder bei der Stunde null anfangen. Daher haben wir uns für ein Timeout im Wachstumsrat entschieden und wollen uns auf die eigenen Interessen und Mitglieder konzentrieren“, begründet er das Rückzugsmanöver. Schließlich sei alles Kraut und Rüben gewesen. Auch wenn z. B. über eine neue touristische Zusammenarbeit zwischen den Kommunen Esbjerg, Tondern und Fanø geredet wird, die außer den Politikern keiner wünsche.

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