Tønder Festival

Das Feuerwerk der Folkmusik

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Tondern/Tønder
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Tami Neilson legte einen glamourösen Auftakt beim Tønder Festival hin. Die Kanadierin überzeugte erneut auf der Open-Air-Bühne. Foto: Elise Rahbek

Tami Neilson, Oysterband und Romengo sorgten für einen feurigen Start beim Tønder Festival.

Was für ein Auftakt zum ersten Festivaltag in Tondern! Nach der ungewöhnlichen, aber gelungenen Fusion von Folkband und Bigband (siehe rechts) heizte die Kanadierin Tami Neilson dem Publikum ein mit ihrer 50‘er Swing-Country-Show. Ihr Lächeln und ihre Ausstrahlung breiteten sich auf der ganzen Bühne aus. Ihre Musik macht einfach fröhlich – auch wenn sie mit „Dads Song“ ihre melancholische Seite zeigte. Die Energiebombe im hellblauen Retro-Kleid sorgte für eine Hillybilly-Stimmung und zeigte sich locker und humorvoll (O-Ton: A girl’s gotta eat – eine Frau braucht etwas zu essen). Mit Sicherheit gewann sie in Tondern noch mehr Herzen als im Jahr zuvor.

Ihre Musik macht einfach fröhlich – auch wenn sie mit „Dads Song“ ihre melancholische Seite zeigte. Die Energiebombe im hellblauen Retro-Kleid sorgte für eine Hillybilly-Stimmung und zeigte sich locker und humorvoll (O-Ton: A girl’s gotta eat – eine Frau braucht etwas zu essen). Mit Sicherheit gewann sie in Tondern noch mehr Herzen als im Jahr zuvor.

Das Donnerstagsprogramm war gestern stark wie nie zuvor: Die Stars gab es am Fließband – die Konzerte waren aber einzigartig gut. So hatte auch die Oysterband ihr Publikum vom ersten Akkord an im Griff und sorgte für Stimmung im großen Zelt 1. Vor vier Jahren war die Band zuletzt in Tondern („Wir dachten schon, die würden nie mehr fragen“) und die Rückkehrer waren in bester Laune („Es ist das erste Konzert in Tondern, das wir jemals bei Tageslicht spielen – hoffentlich erschreckt ihr euch nicht“). Die „Folk-Boyband“ der 70‘er Jahre ist erwachsen geworden, aber Frontmann John Jones hat es immer noch drauf, und spätestens bei „Music in the Air“ sangen alle im Publikum mit.

Noch heißer ging es im Pumpenhaus her. Dort heizte die Band Romengo mit ihrem Gypsy-Folk tüchtig ein. Verschwitzt warfen sich Bandmitglieder und Publikum auf die provisorische Tanzfläche – ein kaum zu übertreffendes, intensives Erlebnis für die begrenzte Zuschauerschar in einer der kleinsten Spielstätten.

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