Tønder Festival

Festival-Urgestein: Wir schaffen das

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Tondern/Tønder
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Die freiwilligen Festivalhelfer hatten gestern noch richtig viel zu tun. Foto: Brigitta Lassen

Am Mittwoch brummte es auf dem Festivalgelände, denn schließlich beginnt das Festival am Donnerstagmittag. Sollte es zu Staubwolken kommen, ist auch hier Vorsorge getroffen.

Es wurde gehämmert, aufgehängt, geschleppt, gestrichen. Auf dem Festivalplatz wurde auf Hochdruck gearbeitet, um am Donnerstag um 12 Uhr fertig zu sein, wenn sich die Tore des 43. musikalischen Großereignisses öffnen.

Als Festival-Urgestein hat Svend Erik Lilleøre überhaupt keine Bedenken, dass man zur Eröffnung nicht fertig werden könnte. „Wir sind dem Zeitplan voraus im Vergleich zum Vorjahr. Wir schaffen das“, meint der 72-Jährige, der seit 1976 an vorderster Front des Festivals aktiv ist. Ganz fertig bis zum Startschuss wurde das Festival 2017 nicht. „Da hatten wir aber auch sehr zeitaufwendige neue Projekte gehabt“, erzählt er gelassen, der heute stellvertretender Platzchef ist, um Glenn McPherson Houborg anzulernen, der im vergangenen Jahr das Ruder nach Jan Mellergaard übernahm.

Nur Laien nutzen Wasser

Während große Lastwagen und Baumaschinen über den Platz fahren, staubt es wie wild von der Mainstreet des Festivalplatzes. „Dafür haben wir auch eine Lösung. Wenn es morgen wirklich zu stark stauben sollte, steht der Bauhof uns zur Seite. Dort steht bereits ein Laster mit Salz bereit, das besser bindet als Wasser. „Nur Laien wie beim Roskilde Festival brauchen für so einen Fall Wasser. Ich bin ja schließlich vom Fach“, erklärt der ehemalige Kommuneingenieur nicht ohne Stolz.

Auch die für die kommenden Tage angekündigten Regenschauer lösen bei ihm kein Herzflattern aus. „Vor drei Wochen, als wir beim Aufbauen waren, gab es 50 Millimeter Regen. Drei Stunden später war alles versickert, nur ein paar Pfützen waren übrig. Wir sind vorbereitet. Auch auf größere Mengen als die prophezeiten“, meint er zuversichtlich.

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