Abwasser

Fehler in der Kanalisation in Aggerschau eingekreist

Fehler in der Kanalisation in Aggerschau eingekreist

Fehler in der Kanalisation in Aggerschau eingekreist

Aggerschau/Agerskov
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Nach dem Austritt von Abwasser wurde die Kanalisation durchleuchtet. Foto: Tønder Forsyning

Als Abwasser nach Starkregen durch ein Wohnviertel floss, lag es nicht nur an der kommunalen Versorgungsgesellschaft. 21 Hausbewohner müssen ihre Kanalisation auf Vordermann bringen.

Am Straßenzug Engeriis in Aggerschau führte ein Wolkenbruch im August vergangenen Jahres zu einem unangenehmen Zwischenfall mit Überschwemmung durch Abwasser. Die zuständige kommunale Versorgungsgesellschaft „Tønder Forsyning“ betrieb darauf hin nach den Aufräumarbeiten Ursachenforschung.

Prüfung mit gefärbtem Wasser

Da ein entsprechender Vorfall aufgrund der bereits praktizierten Trennung von Regenwasser und Abwasser eigentlich nicht möglich sein sollte, wurden nicht nur die Hauptleitungen mit einer Kamera durchleuchtet. Bei ausgewählten Häusern wurde gefärbtes Wasser durch die Traufröhre bei der Dachentwässerung geschüttet, um zu kontrollieren, ob das Regenwasser in die Kanalisation gelangte, anstelle wie zugedacht, in die Regenwasserleitung zu laufen.

21 Hausbesitzer müssen ihre Rohre ausbessern

Bei der Untersuchung kamen Fehler in der Kanalisation von mehreren Eigenheimen zu tage. 21 Häusern wurde auferlegt, ihre Kanalisation auszubessern. Damit soll ein Riegel vorgeschoben werden, dass Regenwasser in die Kloake läuft. Diese hat nicht ausreichend Kapazität, um den Regen aufzufangen. Abwasser und Regen gehen bereits seit 2012 in Aggerschau getrennte Wege.

Fehlerquelle auch bei der Kommune

„Es stellte sich aber heraus, dass es auch Fehler im Leitungsnetz der Versorgungsgesellschaft und der Kommune gab“, sagt der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Bo Jessen (Venstre), nachdem das Gremium das Ergebnis zur Kenntnis genommen hatte.

Es stellte sich aber heraus, dass es auch Fehler im Leitungsnetz der Versorgungsgesellschaft und der Kommune gab.

Bo Jessen, Ausschussvorsitzender

Die Hausbesitzer müssen bis zum 1. Februar beziehungsweise bis zum 1. März die Fehler richten.

Das Thema ist auch in anderen Ortschaften aktuell. In Bredebro, Hoyer und Arrild gab es bereits Kontakt zu Hausbesitzern, die die Fehler in der Kanalisation auf ihrem Grundstück in Ordnung bringen sollen. Bürger in Bröns und Scherrebek sind in Kürze an der Reihe.

Mit der Kamera wurden verschiedene Fehler aufgespürt. Foto: Tønder Forsyning
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