Insel Röm

Drei Tage im Zeichen der Austern

Drei Tage im Zeichen der Austern

Drei Tage im Zeichen der Austern

Röm/Rømø
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Jacob Ellemann
Am 8. April wurden Landwirtschaftsminister Jacob Ellemann (r.) Austern auf Röm serviert. Bei der Vorstellung von Danmarks Østersfestival kam gestern Fischereiministerin Eva Kjer Hansen (V) auf die Insel. (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

Das Fanø Austernfestival wird erweitert und umfasst in diesem Jahr auch die Insel Röm.

Mitte Oktober wird ein neues Festival eröffnet, das die Auster zum Thema hat. Entlang der Westküste vom Limfjord im Norden bis zum Wattenmeer im Süden wird Danmarks Østersfestival vom 12. bis 14. Oktober gefeiert, das eine Fortsetzung in ausgebauter Form des Austernfestivals von Fanø ist, wo die Meeresfrucht schon seit drei Jahren auf dem Programm steht. Doch zu den Leibgerichten der Dänen zählt sie nicht. Das soll das Festival ändern.

Auf der Insel Röm, die der zentrale Punkt des Geschehens ist, wird u. a. der Koch des Jahres gekürt, der das leckerste Austern-Gericht serviert. Dort und auf Fanø werden Führungen ins Wattenmeer unternommen, bei denen die Teilnehmer selbst Austern sammeln können. Auf Röm wird auch eine Kräutersafari durchgeführt. Der Vorsitzende des Touristikvereins Tondern-Röm, Martin Iversen, freut sich, dass das Festival auch Röm umfasst. Die Austern böten große Möglichkeiten für Wachstum, wenn die Gäste an die Westküste strömen und dort auch übernachten werden, ist er sich sicher.

Verschiedene Restaurants setzen die Austern auf die Speisekarte, und Hotels stellen exklusive Angebote zusammen. Sterneköche würden zu Kindern, wenn sie ihre Gummistiefel anziehen und selbst ihre Austern pflücken, erklärt der Pressesprecher von Danmarks Østersfestival, Poul Lønborg. Sie würden auch das Kochen mit heimischen Produkten aus der nahen Umgebung wie Lammfleisch, Kräuter, Austern etc. lieben.

„Wir tun dem Wattenmeer einen Gefallen“


Der Geschmack von Austern ist von den Fischereigebieten abhängig. Feinschmecker sprechen von großen Unterschieden. Einige schmecken eher süßlich, andere eher salzig. Die Meerestiere im Wattenmeer sind hauptsächlich aus Muschelzuchten entwichene pazifische Austern. Ihre Bestände wachsen invasiv und gefährden die kleinere, europäische Auster und heimische Muscheln. Im Wattenmeer soll es ca. 72.000 Tonnen Austern geben.

„Wir tun dem Wattenmeer einen Gefallen, Austern zu essen. In einigen Jahren könnten sie mehr Arbeitsplätze in der Fremdenverkehrsbranche, in der Vermittlungsarbeit und in der Gastronomie schaffen“, meinte Fischereiministerin Eva Kjer Hansen bei der gestrigen Vorstellung des neuen Fe-stivals auf Röm. bi

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