Übung auf Rom

Drehbuch für Umwelt-Katastrophe

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Röm/Rømø
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Eine grenzüberschreitende Übung bei der Wiedausschleuse. Foto: Elise Rahbek (Archiv)

Behörden proben am 19. und 20. September den Ernstfall auf Röm. Schiffskollision und Ölverschmutzung werden durchgespielt.

Eine Schiffskollision, eine Ölverschmutzung und ein Schiffsbrand bilden das Szenario, wenn eine Reihe von Behörden am Mittwoch, 19. und Donnerstag, 20. September, auf Röm eine groß angelegte Umwelt-Übung durchziehen. Die Aktion findet im Wattenmeer in der Nähe von Röm und auf der Insel statt.

Am 19. September kommt die enge Zusammenarbeit bei einer inszenierten Kollision zwischen einem kleinen Tanker und einer Fähre mit Passagieren auf den Prüfstand. An Bord der Fähre bricht ein Feuer aus und es gibt etliche Verletzte. Zudem tritt aus einem Leck im Tanker Öl aus.

Die Fähre schafft es zurück in den Hafen zu fahren, wo die Passagiere umgehend evakuiert werden. Nachdem die Ärzte und das Rettungsfachpersonal sich einen Überblick über den Zustand der Verletzten verschafft haben, werden diese entweder mit dem Hubschrauber oder dem Krankenwagen zu weiteren Behandlung transportiert. Die Passagiere, die nicht, oder nur leicht verletzt sind, werden von der Polizei schriftlich erfasst zwecks Evakuierung in eine zentrale Stätte gebracht.

Außer den Brand zu löschen und Menschen zu retten, gilt es auch für die Behörden den Austritt von Öl im Wattenmeer mit seiner einzigartigen Natur zu bekämpfen. Darauf konzentriert sich die Aktion laut Drehbuch am zweiten Tag der Übung. Die Sylt-Fähre wird in die Übung miteinbezogen, während das Transportfahrzeug der Marine, Sleipner, in die Rolle als Tanker schlüpft.

Am ersten Tag werden die Bürger mehrfach Alarme, Helikopter-Lärm und Schiffe auf der Nordsee hören. Die Organisatoren bitten um Verständnis für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Am zweiten Tag werden Schiffe auf dem Wasser sein, es wird geflogen und Rettungsmaterial und Personal werden an ausgewählten Stellen entlang der Küste präsent sein.

Übung auf Röm: Die Partner

Folgende Instanzen beteiligen sich an der Aktion:

• Verteidigung des Militärs

• Bereitschaftsbehörde

• Brand og Redning Sønderjylland

• Kommune Tondern

• Region Süddänemark

• Interregprojekt: Bereitschaft ohne Grenzen

• Polizei für Süddänemark und
Nordschleswig

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