Wahlen 2017 – Tondern

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Tondern/Tønder
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Besorgte Mienen beim Lager der Schleswigschen Partei, als sie auf die auf die Großleinwand geworfenen Wahlergebnisse schauten. Foto. Elise Rahbek Foto: Elise Rahbek

Schleswigsche Partei mit Abschneiden bei Kommunalwahl in Tondern nicht zufrieden – die Konservativen profitierten.

Vor vier Jahren sicherte sich die Schleswigsche Partei (SP) dank des Wahlbündnisse mit den Konservativen und Radikale Venstre das dritte Mandat. Bei der Wahl am Dienstag war Payback-Zeit. Aufgrund der Stimmenverluste reichte es diesmal nicht für ein SP-Trio. Die überschüssigen Stimmen kamen der neugewählten Anette Abildgaard Larsen (Konservative) zugute, obwohl ihrer Partei ein äußerst schlechte Ergebnis liefert, als 442 Stimmen verloren gingen. Letztendlich landete die Liste C bei 573 Stimmen.

Der Kommunalvorsitzende der Schleswigschen Partei, Christian Andresen, nannte das Abschneiden mit dem Verlust von 376 Stimmen nicht zufriedenstellend. Andererseits hätte man vor vier Jahren eine Bombenwahl mit einem Zuwachs von 610 Stimmen gehabt. „Wir liegen aber immer noch vor dem Ergebnis von vor acht Jahren. Vor vier Jahren war Jørgen Popp Petersen wegen der Randzonenproblematik viel in den Medien. Es gab damals Stimmenzuwachs in der ganzen Kommune. Die neue Bürgerliste hat uns Stimmen abgenommen, u.a. in Osterhoist und Tondern.“

Dass die SP wegen des Baus der neuen Schule in Scherrebek hat Federn lassen müssen, glaubt Andresen nicht. Dort sei der Rückgang minimal. Wundert tut ihn, dass Liberale Allianz und die Konservative, die die größten Gegner von Windkraftanlagen waren, nahezu beide halbiert wurden, während Venstre als Windmühlen-Befürworter ungeschoren davon kam, analysiert Andresen. Die Liberalen (minus 606 Stimmen), die Konservativen (442) und die SP (376) erlitten insgesamt die größten Einbußen. „Wir haben von unserem Stimmengewinn von 2013 mehr als die Hälfte abgeben müssen. Damals hatte ich aufgrund der Randzonen eine schärferes Profil“, meint Popp.

Die Flüchtlingspolitik der SP sieht er nicht als möglichen Grund der Verluste. Stimmen gekostet hätte ihm vermutlich aber die Diskussion um das Kunstmuseum.

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