Moderne Messtechnik zeigt

Deiche der Westküste sind sicher

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Hoyer/Højer
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John Eric Jensen ist für das Küstendirektorat meist im Einsatz, um vom Boot aus die Küsten zu vermessen. Bei Hoyer war er mit einem Quad unterwegs, um die Höhe des 1861 fertiggestellten Deiches des Neuen Friedrichenkooges zu überprüfen, der als zweite Deichlinie erhalten wird. Foto: V. Heesch

Das Küstendirektorat hat mit moderner Messtechnik die Höhe der Küstenschutzanlagen nachgemessen – und ist zufrieden. Doch in Zukunft warten Herausforderungen, sagt Küstenschutzfachmann Claus Holger Toxvig.

Kürzlich ist John Eric Jensen, Mitarbeiter des Küstendirektorates mit Sitz in Lemvig, mit einem geländegängigen Quad auf dem Deich des Neuen Friedrichenkoogs entlang gefahren. Bei Zwischenstopps wurden Messinstrumente aufgestellt und die Ergebnisse der mit Lasertechnik arbeitenden Instrumente sogleich im tragbaren Computer aufgezeichnet. „Ich registriere die Deichhöhe“, berichtet Jensen, der hinzufügt, dass er als ausgebildeter Seemann meist mit einem Boot für das Küstendirektorat unterwegs ist, um die dänischen Küsten zu vermessen.

Der beim „Kystdirektoratet“ für das Projekt zuständige Ingenieur Claus Holger Toxvig erläutert dem Nordschleswiger, dass die Seedeichlinien im Bereich von Ripen bis zur deutsch-dänischen Grenze alle fünf Jahre vermessen werden, um sicherzustellen, dass sie die vorgeschriebene Deichhöhe aufweisen.

Deich ist voll intakt

„Der Deich vor Hoyer zwischen Emmerleff und Rodenäs muss 7,45 Meter über Normalnull hoch sein“, erklärt der Küstenschutzfachmann. „Der Deich ist seit seiner Fertigstellung voll intakt. Die Deiche an der Westküste sind sicher“, so Toxvig und verweist darauf, dass der moderne Deich mit seinem seewärts auf stärkste Brandung ausgerichteten Böschungswinkel allen schweren Sturmfluten ohne Schäden widerstanden hat.

„Die zweite Deichlinie wird auch als zusätzlicher Schutz gegen die Wassermassen erhalten“, erklärt Toxvig, der unterstreicht, dass der 1982 eingeweihte Deich vor Hoyer ebenso wie der verstärkte Ripener Deich mit 7,45 bzw. 7 Meter über dem mittleren Meeresspiegelniveau (Normalnull) höher ist als Abschnitte der Ballumer Marsch, weil diese Städte und wertvolle Anlagen vor Zerstörung schützen.

„Wir wissen, dass der Meeresspiegel steigt“, so Toxvig. Bisher gibt es in Dänemark aber keine Beschlüsse, deshalb die Seedeiche zu erhöhen. Man verfolge aber mit Interesse, wie in Nordfriesland Deiche schon jetzt verbreitert werden, damit sie angesichts des steigenden Meeresspiegels erhöht werden können.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“