Freizeit

Die Damen mit den Nadeln

Die Damen mit den Nadeln

Die Damen mit den Nadeln

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Tondern/Tønder
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Maiken Dethlefsen, Lilly Thomsen und Ulla Terp sind fleißig. Foto: Brigitta Lassen

Das Strickcafé in der Deutschen Bücherei Tondern feiert seinen ersten Geburtstag. Der Versuch, auch in der Zentralbücherei in Apenrade ein Strickcafé anzubieten, scheiterte.

Eine Damenrunde hat sich in der Deutschen Bücherei in Tondern zusammengefunden. Jeden Dienstag treffen sich dort Frauen, die gerne handarbeiten, zum Strickcafé. Dabei klappern nicht nur die Stricknadeln. Und es wurde sogar mal geklöppelt.

In diesem Monat feiert das Strickcafé unter Leitung von Ilse Christensen sein einjähriges Bestehen. Mal kommen fünf Frauen, mal wird der Platz bei mehr als zehn Teilnehmerinnen so knapp, dass Bücherregale verschoben werden müssen. Die Idee dieser Zusammenkünfte, bei denen auch zwischendurch Kaffee getrunken wird, stammt von Büchereileiterin Marie Medow, als sie vor einem Jahr ihren Dienst antrat. Sie räumt ein, keinerlei Handarbeit zu beherrschen.

Der Versuch, in der Zentralbücherei in Apenrade ein Strickcafé anzubieten, scheiterte, erzählt „Handarbeitslehrerin“ Ilse Christensen. In Tondern stünden die Chancen besser, da hier mehr gehandarbeitet würde, meint sie.

Die Anwesenden erzählen, dass sie auch zu Hause stricken oder häkeln. Dennoch kann Ilse Christensen ihnen neue Strickmuster und -techniken beibringen. Einer fast 80-jährigen „Schülerin“ hat sie sogar das Stricken beigebracht. Sie kommen nicht nur, um zu handarbeiten, obwohl es auch Ratschläge, Inspiration und Tipps gibt. Das gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Kuchen bringt den Teilnehmerinnen Spaß. „Und wir haben viel Spaß.“ Es wird viel gelacht und erzählt.
„Ich habe Stricken und Häkeln von meiner Oma Haagensen und Tante Ditt gelernt. Und dann in der Schule bei Anna Klindt“, erzählt Ilse Christensen. Auch ihre sogenannten Schülerinnen haben von ihren Müttern und Omas gelernt, wie mit Strick- und Häkelnadeln umzugehen ist.“

Am 16. April macht das Strickcafé eine kurze Osterpause, um sich dann eine Woche später ab 10 Uhr wieder in der Bücherei zu treffen. Denn Handarbeit ist gut für das seelische Wohlbefinden. Das ist bewiesen.

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