Auszeichnung

Behindertenpreis geht an Kino

Behindertenpreis geht an Kino

Behindertenpreis geht an Kino

Tondern/Tønder
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Leif Østergård (r.) empfing den Preis von Bürgermeister Henrik Frandsen. Musik gabs von Vongshøj Bandet. Foto: Elise Rahbek

In Toftlund gibt es seit dem Sommer auch für Besucher mit Leseschwächen ein optimales Filmerlebnis. Mit dem Preisgeld von 5.000 Kronen soll das Projekt weiter ausgebaut werden.

Der Behindertenpreis, der am Mittwoch zum achten Mal verliehen wurde, ging an den Förderkreis für das Kino in Toftlund. Damit wurde der Einsatz von „Støtteforeningen for Toftlund Biograf“ zugunsten von Legasthenikern und Kinobesuchern mit Leseschwächen gewürdigt. Der Förderkreis hat in beiden Sälen des Kinos die Ausrüstung finanziert, damit den Besuchern, die den Bedarf haben, die dänischen Untertitel vorgelesen werden können. Das ist mit einer App möglich. Und während den betreffenden Zuschauern durch den einen Ohrstöpsel ihres Handys der Text vorgelesen wird, ohne die übrigen Zuschauer zu stören, können sie gleichzeitig mit dem anderen Ohr die Geräuschkulisse des Films verfolgen. Der Förderkreis übernimmt für die Nutzer auch die Gebühr von 15 Kronen pro Film.

„Der Kreis in Toftlund will nicht nur ein Kino für die meisten, sondern für alle betreiben. Dabei soll eine Lese-Behinderung kein Bremsklotz sein“, so Bürgermeister Henrik Frandsen (V), der den Einsatz derjenigen hervorhob, die einen besonderen und außerordentlichen Einsatz für die Bürger mit Behinderungen leisten.

Preis mit 5.000 Kronen dotiert

Er überreichte an den stellvertretenden Vorsitzenden der Stätte, Leif Østergård, den Preis von 5.000 Kronen. „Damit erhalten wir die Möglichkeit, das Kino noch mehr behindertenfreundlich auszustatten“, freute sich Østergård. Das Kino wird mittlerweile seit 30 Jahren ehrenamtlich betrieben. Das Team besteht aus etwa 60 Ehrenamtlichen, die sich die Aufgaben teilen. Unlängst wurde eine halbe Million Kronen in eine neu Beschallung investiert.

„Das Angebot mit der App für Besucher mit Leseschwächen läuft seit dem Sommer. Es ist ganz klar ein Bedarf vorhanden und der ist wohl größer, als man unmittelbar annimmt“, so Østergård, der mit steigendem Bekanntheitsgrad auch eine steigende Nachfrage erwartet.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“