Tag der offenen Tür

Agrarbehörde stellte sich als Arbeitsplatz vor

Agrarbehörde stellte sich als Arbeitsplatz vor

Agrarbehörde stellte sich als Arbeitsplatz vor

Tondern/Tønder
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Die Büros der Behörde standen den Jugendlichen offen. Die Mitarbeiter erklärten ihre unterschiedlichen Aufgaben. Foto: Brigitta Lassen

Die ersten Besucher waren Jugendliche. Durch die Hände der Mitarbeiter fließen mehrere Milliarden Kronen.

„Um Euch werden sich die Arbeitsplätze reißen.“

Palle Graversgaard Abteilungschef

Der Danneborg wehte am Freitag über der früheren Kaserne in Tondern. Dort hatte die staatliche Agrarbehörde zum Tag der offenen Tür eingeladen. Vormittags waren Schüler der Handelsschule, der internationalen Nachschule in Reisby und von Landwirtschaftsschulen zu Gast, um den Jugendlichen die Behörde als möglichen Arbeitsplatz vorzustellen. Wer nicht in größere Städte Dänemarks oder ins Ausland gehe, um die würden sich die öffentlichen und staatlichen Arbeitsplätze reißen, meinte der Chef für Flurbereinigung und Agrargesetz, Palle Graversgaard, zu den Jugendlichen.

Man könne nach beendetem Studium auch gerne in die Region zurückkehren, denn hier gebe es vergleichsweise einen höheren Lebensstandard, erzählte Graversgaard aus eigener Erfahrung. „Wir haben einen Haushalt von 160 Millionen Kronen. Durch unsere Hände fließen aber sieben bis neun Milliarden Kronen. 75 Prozent davon kommen von der EU“, erklärte Graversgaard weiter.

Die Agrarbehörde sei nicht nur etwas für Schüler der Landwirtschaftsschule. Man beschäftige auch viele Bürokräfte, was besonders für die Besucher der Handelsschule interessant sein dürfte, unterstrich der Abteilungsleiter. Einige Mädchen der Handelsschule konnten sich die Agrarbehörde bestimmt nicht als Arbeitsplatz vorstellen. Interessierter zeigten sich die Landwirtschaftsschüler, besonders die, die sich als Landwirt selbstständig machen wollen.

In Gruppen ging es durch die Abteilungen mit ihren unterschiedlichen Arbeitsaufgaben, die von Tondern aus und den 300 neuen Kollegen in Augustenburg für ganz Dänemark erledigt werden. Dabei geht es u. a. um Flurbereinigung, Kauf von Ersatzflächen, wenn neue Feuchtgebiete angelegt werden, Überprüfung und Auszahlung von EU-Agrarsubventionen (hektarstøtte) und nationale Zuschüsse. Ihre Arbeit würde einer internen Revision, Prüfung durch die Reichsrevision und der EU unterzogen. Die meisten der Aufgaben sind von der EU bestimmt. Daher sei es ihre Aufgabe, die Richtlinien dieses Dschungels korrekt und so einfach wie möglich für die Antragsteller zu formulieren, erklärte eine Mitarbeiterin. Nachmittags wurden Kunden, zu denen unter anderem Landwirte und Kommunen zählen, und Geschäftspartner empfangen.

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