Wiedereröffnung

Wenn die Corona-Locken fallen

Wenn die Corona-Locken fallen

Wenn die Corona-Locken fallen

Tondern/Tønder
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Visti Kristensen hatte den Wettbewerb von Karen Gad gewonnen. Foto: Jane R. Ohlsen

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Visti Kristensen wurde seinen Wuschelkopf zum halben Preis los. Friseurin Karen Gad war superfroh, wieder die Schere in die Hand nehmen zu können, um das Haar der Kunden zu zähmen.

„Wieder loszulegen, das ist einfach superschön. Alle Kunden sind nett und froh. Es ist wunderbar zu spüren, dass man vermisst worden ist“, freute sich Friseurin Karen Gad am Dienstag.

Sie hatte nach der fast viermonatigen Corona-Zwangspause dem Termin für die Wiedereröffnung ihres Salons „Hår Galleriet" in Mögeltondern (Møgeltønder) entgegengefiebert.

Dass es ein Vorteil sein kann, „fürchterlich“ auszusehen, diese Erfahrung machte Visti Kristensen aus dem einige Kilometer entfernten Dörfchen Bönderby (Bønderby).

Visti Kristensen freute sich darauf, seinen Wuschelkopf zurechtgestutzt zu bekommen. Foto: Jane R. Ohlsen

Karen Gad hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben, dass sie dem Kunden oder der Kundin zum halben Preis die Haare schneiden würde, der/die einen Schnitt am dringendsten nötig hatte.

Somit konnte Visti Kristensen mit seinem Lockenkopf morgens auf dem Friseurstuhl Platz nehmen.

Wieder loszulegen, das ist einfach superschön. Alle Kunden sind nett und froh. Es ist wunderbar zu spüren, dass man vermisst worden ist.

Karen Gad, Friseurin

„Die Resonanz war größer, als ich erwartet hatte, und ich habe viele lustige Bilder erhalten“, so Karen Gad, die in ihrem Haarstudio den nächsten Monat komplett ausgebucht ist.

Bei der „Schur“ gab Kristensens Haarschopf einiges mehr her als üblich, da er sich in der Regel mit einem Intervall von fünf Wochen die Haare schneiden lässt, wie Karen Gad berichtet.

Karen Gad freut sich, wieder loslegen zu dürfen. Foto: Jane R. Ohlsen

„Jetzt waren es ungefähr vier Monate her“, so die Friseurin, die Schnitt für Schnitt seine wilde Mähne zähmte.

Der Corona-Frisur geht es sichtbar an den Kragen. Foto: Jane R. Ohlsen

Die Vorschrift, dass sie den Kunden außer mit Mund-Nasen-Schutz nur mit einem Corona-Pass Zutritt gewähren darf, löste bei ihr keine Probleme aus.

Der „Corona-Pelz" ist ab. Foto: Jane R. Ohlsen

„Die Kunden haben das voll im Griff und zeigen gleich, dass sie getestet worden sind. Darüber ist niemand sauer. Ich sehe das positiv. Wenn das die Bedingung ist, damit ich meinen Beruf ausüben kann, dann ist es halt so“, so die Friseurin, bevor sie sich wieder ihrer Arbeit widmet.

Das Ergebnis Foto: Jane R. Ohlsen

Ihr erster Arbeitstag war besonders lang, da sie bereits um 00.01 Uhr mit dem ersten Kunden loslegte.

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