Infrastruktur

Staatliche Finanzspritze für Radweg in der Kommune Tondern

Staatliche Finanzspritze für Radweg in der Kommune Tondern

Staatliche Finanzspritze für Radweg in der Kommune Tondern

Monika Thomsen
Scherrebek/Skærbæk
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Der kürzlich zwischen Aggerschau und Branderup eröffnete Fahrradweg wurde auch mit staatlichen Fördermitteln finanziert. Foto: Ulrik Pedersen/Tønder Kommune

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Für ein Projekt nördlich von Scherrebek gibt es Fördermittel in Millionenhöhe. Stadtratspolitikerinnen und -politiker sowie der Lokalrat begrüßen die Investition in den Schulweg.

Aus dem staatlichen Topf für Fahrradwege fließen rund 8 Millionen Kronen in die Kommune Tondern (Tønder). Damit kann zwischen Frifelt und Scherrebek auf der östlichen Seite des Hedebovej ein 4,2 Kilometer langer doppelspuriger Radweg gebaut werden. 

Bei dem Projekt zum veranschlagten Kostenpunkt von 16,2 Millionen Kronen muss die Kommune Tondern ebenfalls rund 8 Millionen Kronen investieren. Bestandteil des Projektes ist ein etwa 180 Meter langer Steg, der durch ein Feuchtgebiet führt. 

Bei dem Vorhaben nördlich von Scherrebek handelt es sich um einen Schulweg.

Raus aus den Autos

„Es ist wichtig, dass wir das Geld an den Orten priorisieren, wo die Möglichkeit besteht, Autofahrerinnen und Autofahrer dazu zu bewegen, aufs Rad umzusteigen. In vielen Fahrzeugen in der Kommune Tondern sitzt nur die Fahrerin oder der Fahrer, wenn es darum geht, von A nach B transportiert zu werden“, sagt Bjarne Lund Henneberg, SF-Stadtratsmitglied in Tondern, in einer Pressemitteilung.

„Das Fahrrad ist eine gesunde und grüne Wahl. Daher sind es gute Neuigkeiten, dass das Geld für einen Fahrradweg bereitgestellt wird. Damit ist es sicher und leicht, das Rad als Transportmittel zu nutzen“, sagt Hennebergs Parteikollegin, die Folketingspolitikerin Karina Lorentzen Dehnhardt. 

Sie ist die Sprecherin der Partei im Ausschuss für Landbereiche. SF hat mit anderen Parteien im Rahmen der Infrastrukturvereinbarung an der Verteilung der Zuschüsse mitgewirkt. 

Radwege und Autobahnen

Dehnhardt verweist auf eine schwedische Studie aus dem Jahr 2016, laut der das Radfahren zur Arbeit und zurück auf einer Strecke von mindestens einem Kilometer das Risiko für Übergewicht reduzieren würde. Damit werde auch das Risiko, einen zu hohen Blutdruck und einen zu hohen Cholesterinspiegel zu entwickeln, verkleinert. Gleiches gelte für Vorstadien der Diabetes. 

Daher sei sie froh, dass mit der Infrastrukturabsprache nicht nur Autobahnen, sondern auch Radwege finanziert würden.

Es ist wichtig, dass wir das Geld an den Orten priorisieren, wo die Möglichkeit besteht, Autofahrerinnen und Autofahrer dazu zu bewegen, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Bjarne Lund Henneberg

Freude löste die Nachricht vom staatlichen Zuschuss auch beim Vorsitzenden des Lokalrates in Wodder (Vodder), Jens Peter Stege, aus. „Das ist wirklich schön“, sagte er zu, „JydskeVestkysten“. 

Vor einigen Jahren sei auf der Strecke ein erwachsener Radfahrer von hinten angefahren worden, als er auf dem Weg nach Scherrebek war, so Stege. Der Mann wurde schwer verletzt.

Die Konturen des neuen Radwegs sind bei Sollwig erkennbar. Foto: Monika Thomsen

Kein staatliches Geld für Lügumkloster

Die Kommune Tondern hatte sich außerdem mit einer Trasse zwischen Lügumkloster (Løgumkloster) und Drawitt (Draved) um staatliche Mitfinanzierung beworben. Dieser Antrag wurde jedoch nicht berücksichtigt. 

Der kürzlich eröffnete 3,5 Kilometer lange Radweg zwischen Aggerschau (Agerskov) und Branderup wurde mit einem staatlichen Zuschuss in Höhe von 6 Millionen Kronen gebaut. Die Kommune investierte ebenfalls 6 Millionen Kronen.

Das trifft auch für den 3,2 Kilometer langen Radweg zwischen Sollwig (Solvig) und Emmerschede (Emmerske) zu, der derzeit gebaut wird. Er wird mit 4 Millionen Kronen vom Staat gefördert, und die Kommune trägt einen entsprechenden Anteil.

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