2020-Feierlichkeiten

Schloss Schackenborg: Autonomes Südtirol als Thema

Schloss Schackenborg: Autonomes Südtirol als Thema

Schloss Schackenborg: Autonomes Südtirol als Thema

Mögeltondern/Møgeltønder
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Schloss Schackenborg ist nicht nur gelegentliche Residenz von Prinz Joachim und seiner Familie. Hier finden auch Veranstaltungen statt. Foto: Claus Fisker / Ritzau Scanpix

Schackenborg-Fonds beginnt Veranstaltungsreihe zum Thema „Krieg und Frieden – 100 Jahre mit neuen Grenzen in Europa“ mit einer Dialog-Veranstaltung über das deutsche Südtirol.

Einen regelrechten Frühstart zu den Feierlichkeiten der Wiederangliederung Nordschleswigs an Dänemark vor 100 Jahren gibt es auf Schloss Schackenburg.

Hier wird eine Diskussions-Veranstaltungsreihe zum Thema nämlich nicht im nächsten Jahr, sondern bereits in diesem Frühjahr begonnen.

Am Donnerstag, 25. April, von 17.30 Uhr bis 19 Uhr steht das Thema Südtirol auf der Tagesordnung.

„Nach dem Ersten Weltkrieg wurde nicht nur zwischen Dänemark und Deutschland eine Grenze gezogen. Verschiedene Grenzgebiete in Europa wurden nach neuen Grenzen aufgeteilt, und dies nicht zur Freude der Menschen, die nach ihrer eigenen Meinung auf der falschen Seite der neuen Grenzen lebten“, schreibt der Schackenborg-Fonds zum Hintergrund der Veranstaltung.

Südtirol, bis 1919 Teil des österreichisch-ungarischen Reiches, geriet nach dem Ersten Weltkrieg an Italien und trägt seitdem auch den Namen „Alto Adige“.

Der Chefredakteur der deutschsprachigen Zeitung „Dolomiten“, Dr. Toni Ebner, der Vorstandsmitglied im Verband europäischer Minderheiten-Zeitungen (Midas) ist, ist als Gast zu der Veranstaltung eingeladen.

Toni Ebner ist Chefredakteur der deutschsprachigen Zeitung "Dolomiten". Foto: Schackenborg Fond

Toni Ebner leitet die einflussreichste deutsche Zeitung in Südtirol seit 1995. Er stammt aus einer alten Südtiroler Familie, die seit 1945 großen publizistischen und politischen Einfluss auf den Autonomie-Status gehabt hat, den Südtirol – unter dem Schutz Österreichs – seit etwa 1961 von Italien erhielt und der laufend weiterentwickelt wird. Die Zeitung wurde bereits 1882 unter dem Namen „Der Tiroler“ gegründet.

Der Schackenborg-Fonds führt diese und weitere „Dialog 20-20“-Veranstaltungen zusammen mit dem Europäischen Center für Minderheiten-Fragen (European Center for Minority Issues, ECMI) in Flensburg und mit der Außenpolitischen Gesellschaft, Det udenrigspolitiske Selskab, in Kopenhagen durch.

„Krieg und Frieden – 100 Jahre mit neuen Grenzen in Europa“ ist die Überschrift.

Am 7. November dieses Jahres findet die nächste Diskussions-Veranstaltung der Reihe über das österreichisch-ungarische Grenzgebiet statt.

Im Jahr 2020 wird das deutsch-französische und deutsch-belgische Grenzgebiet auf der Tagesordung stehen. Als Hauptveranstaltung ist am 19. März eine Konferenz geplant, auf der deutsche, dänische und internationale Politiker die Perspektiven unseres eigenen Grenzlandes diskutieren. „Aber auch die Herausforderungen, die sich immer noch in Europa nach den neuen Grenzziehungen von 1920 stellen, sollen ein Thema sein“, teilen die Veranstalter mit.

Schackenborg-Fonds

  • Der Schackenborg-Fonds ist heutiger Eigentümer und Betreiber des Schlosses Schackenborg in Mögeltondern.
  • Zum Schloss gehören umfangreiche Ländereien, die bewirtschaftet werden.
  • Bis 2014 lebte Prinz Joachim selbst auf Schloss Schackenborg und betrieb die Landwirtschaft.
  • Seitdem nutzt die Prinzen-Familie das Haus noch als Sommer-Residenz.
  • Es ist regelmäßig möglich, das Schloss bei geführten Touren zu besichtigen, und es finden Konzerte und Veranstaltungen im Schloss statt.
  • Der Schackenborg-Fonds wurde 2014 von Prinz Joachim zusammen mit dem Bitten og Mads Clausen Fond (Danfoss), Ecco Holding und Ole Kirks Fond gegründet.
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