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Gruppe aus Hoyer durchstreifte herrliche Pflanzenwelt

Gruppe aus Hoyer durchstreifte herrliche Pflanzenwelt

Gruppe aus Hoyer durchstreifte herrliche Pflanzenwelt

Hoyer/Kolding
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Die Gruppe des Sozialdienstes Hoyer bekam viele Schätze der Pflanzenwelt im „Geografisk Have“ in Kolding zu sehen. Foto: Volker Heesch

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Beste Stimmung während der Tour des Sozialdienstes Hoyer in den „Geografisk Have“, Koldings botanischen Garten.
Mit 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unternahm der Sozialdienst Hoyer am Sonnabend einen Ausflug nach Kolding

Mit 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unternahm der Sozialdienst Hoyer am Sonnabend einen Ausflug nach Kolding in den dortigen „Geografisk Have“.

Koldinger Gärtner schuf botanischen Garten

Begleitet von schönem Wetter durchstreiften die Westküstler die reiche Pflanzenwelt des botanischen Gartens, den der Gärtner und Baumschulenbesitzer Aksel Olsen (1887-1982) seit Mitte der 1920er Jahren angelegt hat. 1917 hatte der gebürtige Koldinger seinen eigenen Betrieb „Brændkjærhøj“ gegründet. Er hatte sich Kenntnisse auch in deutschen Baumschulen angeeignet.

Die Pfingstrosen zeigten sich in voller Farbenpracht. Foto: Volker Heesch

Die Gruppe aus Hoyer durchstreifte nach einem gemütlichen Start mit Kaffee und Kuchen in einem Pavillon des botanischen Gartens die vielen Themenbereiche des „Geografisk Have“, in dem viele Blütenpflanzen, Stauden, Sträucher und teilweise riesige Bäume aus Japan, China oder Nord- und Südamerika bewundert wurden.

Die Besucherinnen und Besucher aus Hoyer hatten genug Zeit, um sich die Pflanzenvielfalt im „Geografisk Have“ anzusehen, der auch mehrere Sonderausstellungen und ein Miniaturstadt umfasst. Foto: Volker Heesch

Auch im Himalaja war Olsen unterwegs. Unter den 2.000 Pflanzenarten stammen viele natürlich auch aus Dänemark und dem übrigen Europa. Oft sind es Pflanzen, die Aksel Olsen von seinen ausgedehnten Reisen mitgebracht hat und anschließend teilweise gezüchtet und das Verkaufssortiment seines Unternehmens aufgenommen hat.

Aksel Olsen betrieb den botanischen Garten bis zu seinem Tode.Auch im Garten seines Privathauses pflanzte er botanische Schätze an. Später übernahm die Kommune den Betrieb. Foto: Stadtarchiv Kolding

Er sorgte dafür, dass viele Pflanzen wie Bambus, Rhododendren und Rosensorten Eingang in die dänischen Gärten fanden. Olsen hat während seiner Reisen viele Zeichnungen und Berichte angefertigt, die später Grundlage für illustrierte Bücher bildeten.

Im Garten in Kolding sind exotische Bäume wie der Urweltmammutbaum zu sehen. Er ist erst 1941 als„lebendes Fossil“ der Pflanzenwelt in China entdeckt und in aller Welt nachgezüchtet worden. Foto: Volker Heesch

Vor einigen Jahren haben Wissenschaftler die botanischen Schätze untersucht und registriert. Besonders eindrucksvoll sind die Rosen im „Geografisk Have“, der 14 Hektar Fläche umfasst. Bereits 1963 hatte die Kommune Kolding einen Großteil des Betriebsgeländes gekauft, anschließend lieferte Aksel Olsen die Pläne für den in folgenden Jahren angelegten, öffentlich zugänglichen botanischen Garten, der seit einigen Jahren als körperschaftseigene Institution betrieben wird.

Nach dem Aufenthalt in Kolding klang die Tour mit einem gemeinsamen Essen im Döstruper Krug (Døstrup Landevejskro) aus.

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