Integration

ICS-Zentrum in Sonderburg: „Gut für die Region, gut für Tondern“

ICS-Zentrum in Sonderburg: „Gut für die Region, gut für Tondern“

ICS-Zentrum in Sonderburg: „Gut für Tondern“

Tondern/Kopenhagen/Sonderburg
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Jørgen Popp Petersen
Für die Region, für Tondern sei ein ICS-Zentrum in Sonderburg ein Gewinn, so Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (SP). Foto: Monika Thomsen

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Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen hätte gern die Niederlassung für die Belange von Zuzüglerinnen und Zuzüglern aus dem Ausland in seiner Stadt gehabt. Den Zuschlag erhielt kürzlich Sonderburg. Zumindest seien dann die langen Fahrten nach Odense oder noch weiter weg vorbei, meint Popp Petersen, der eine Sache fordert.

Das Ausländer- und Integrationsministerium, mittlerweile von Kaare Dybvad Bek geleitet, hält Wort und öffnet in Nordschleswig ein Büro. Dies teilte das Ministerium am Mittwoch mit (wir berichteten). Die Wahl des Ministeriums, ein ICS-Zentrum zu errichten, fiel auf Sonderburg (Sønderborg), die Kommune Tondern hat das Nachsehen. ICS steht für International Citizen Service, dieses Zentrum soll mehr Dienstleistungen bieten als das Siri-Büro (Styrelsen for International Rekruttering og Integration), das bis Februar im Rathaus der Kommune Apenrade beheimatet war.

Das Ministerium will neben Sonderburg ein weiteres ICS-Zentrum in Esbjerg einrichten. Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei), Bürgermeister der Kommune Tondern, hatte in den vergangenen Monaten für den Standort Tondern geworben.

„Sonderburg ist Nordschleswig, das ist immerhin etwas“, so Popp Petersen. Ein Standort an der Westküste wäre schön gewesen, so der Bürgermeister, aber der Standort in Sonderburg, rund 50 Kilometer entfernt (Esbjerg gute 80 Kilometer) sei gut für die Region und gut für Tondern. Er stellt fest: „Der Bedarf ist da!“

Insgesamt ziehen seinen Worten nach derzeit immer mehr ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Kommune, vor allem Deutsche. Alle Zuzügler mussten in den vergangenen Wochen weite Wege fahren, um eine Aufenthalts- oder eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen. Die bislang nächste Niederlassung liegt in Odense. „Das funktioniert nicht“, so der Bürgermeister zur derzeitigen Situation. Mit Blick auf die Zahl der deutschen Zuzüglerinnen und Zuzügler ist Popp Petersen überzeugt, dass es Sinn ergebe, wenn die Mitarbeitenden des ICS-Zentrums in Sonderburg auch Deutsch sprechen würden. Dies sei ein Muss in der Region und wäre seitens der Behörde ein guter Service, meint Popp Petersen.

So zogen 218 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im ersten Halbjahr dieses Jahres in die Kommune Tondern. Insgesamt stieg die Zahl der Bürger von 36.755 auf mehr als 37.000.

Das genannte Ministerium erwartet, dass die beiden neuen ICS-Zentren Ende dieses Jahres eröffnet werden. Die Idee hinter diesen Zentren ist, dass Dienstleistungen verschiedener Institutionen unter einem Dach angeboten werden. So sollen neben den Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen auch CPR-Nummern vergeben werden.

Der Minister Kaare Dybvad Bek erinnert daran, dass heute in Dänemark so viele ausländische Bürgerinnen und Bürger arbeiteten wie nie zuvor. Dies sei ein großer Gewinn für das Land. Er hoffe, dass die beiden neuen Zentren das Leben für Arbeitgebende und Ausländerinnen und Ausländer einfacher mache.

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