Geschichte

„Die Zollarbeit ist ein Teil der Grenze“

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Bau/Bov  
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Mads Mikkel Tørsleff in der Ausstellungshalle. Foto: Karin Riggelsen

Die Sammlungen des Zoll- und Steuermuseums ziehen in Bau bei Oldemorstoft ein. Der Museumsleiter freut sich auf neue Aufgaben.

In den kommenden Monaten wird viel Arbeit auf den Museumsleiter des Museums Oldemorstoft, Mads Mikkel Tørsleff, in Bau, zukommen. Das Zoll- und Steuermuseum zieht nämlich nach Bau um. Tørsleff freut sich auf die vielen Stunden, die er mit der neuen Ausstellung verbringen wird. „Die Entscheidung, das Museum hier zu uns in Oldemorstoft zu platzieren, ist fantastisch“, so Tørsleff, der aktuell die neue Ausstellung an die bestehende anpasst. „Da vergehen aber noch Monate, wenn nicht Jahre“, so der Museumsleiter.

Laut Plan sollen die Objekte des Zoll- und Steuermuseums einen Platz in einer der zwei größeren „Ausstellungspyramiden“ des Museums bekommen. „Bisher waren dort unsere Objekte aus der Landwirtschaft ausgestellt. Diese müssen wir nun kleiner machen, damit es in eine der Pyramiden passt und die andere für das Zoll- und Steuermuseum freigemacht werden kann“, erklärt Tørsleff.

Zwei Jahre

Er glaubt, dass dieser Prozess rund zwei Jahre andauern wird. „Mein Traum ist es, dass wir im Jubiläumsjahr 2020 fertig werden. Ich glaube aber nicht, dass das möglich ist“, so Tørsleff, der aber hofft, dass bis 2020 wenigstens eine Sonderausstellung den Besuchern zur Verfügung stehen wird.

Wann die Dauerausstellung dann fertig steht, ist ihm zufolge schwer einzuschätzen. „Doch wenn sie erst einmal fertig ist, dann können wir unseren Besuchern eine tolle und interessante Ausstellung präsentieren, die insbesondere für Nordschleswig eine gewisse Relevanz hat. Die Zollarbeit ist ja sozusagen ein Teil der Grenze“, so Tørsleff.

Grenzveränderungen

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung, wie sich die Grenze im Verlauf der Zeit verändert hat. „Die Zollgeschichte widerspiegelt die übergeordnete Situation des dänischen Reiches – auch in den Kolonien, denn wir haben sogar Ausstellungsobjekte aus dem dänischen Westafrika“, erklärt der Museumsleiter.

Mit dem Zoll- und Steuermuseum folgt auch ein finanzieller Zuschuss für den Betrieb des Museums. Demnach überweist der dänische Zoll- und Steuerverband jährlich rund 130.000 Kronen an Oldemorstoft. „Zudem wollen wir den Aufbau der Ausstellung mit Stiftungsgeldern mitfinanzieren. Bewerbungen wurden schon verschickt“, so Tørsleff. Er hofft, dass das Zoll- und Steuermuseum mehr Besucher anlocken wird.

„Es ist ja kein Geheimnis, dass ein solch guter Sommer, wie der in diesem Jahr, keine gute Voraussetzung für ein Museum ist“, schmunzelt Tørsleff, dessen Museum trotz des „schlechten“ Museumswetters auf ein Jahr mit ein paar Tausend Gästen zurückblicken kann. „Viele Schulen und Kindergärten sind treue Nutzer des Museums“, erklärt er.

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