Sommer-Fahrradtreff

TV-Begleitung bei der letzten Radtour

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Sophienthal/Fehle
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Das ZDF-Team beim Filmen vom Auto aus. Foto: kjt

Ein Fernsehteam vom ZDF schaute beim dritten grenzüberschreitenden Sommer-Fahrradtreff mit Ausgangspunkt in Fehle vorbei und machte Aufnahmen.

Der Ladelunder Schlachter hatte seinen Imbisswagen wieder in Position gebracht, und die Radler stimmten sich am Grenzübergang Fehle schon einmal auf die dritte und letzte grenzüberschreitende Tour des Sommers
ein. Rund 80 Radfahrer und auch einige Autofahrer beidseits der Grenze wollten trotz dunkler Wolken dabei sein. Dabei war diesmal auch ein Fernsehteam des ZDF, das bei der Suche nach Grenzlandthemen auf die deutsch-dänischen Touren in Fehle aufmerksam geworden war.

Die TV-Leute begleiteten den Tross noch ein Stückchen und machten unterwegs weitere Aufnahmen. Laut ZDF-Team werden Ausschnitte am Freitag ab 14 und ab 16 Uhr in der Kurzsendung „Heute in Deutschland“ bzw. „Heute in Europa“ ausgestrahlt. Carsten Petersen und Wilfried Bossen von deutscher Seite des Organisationsteams sowie Jette Erichsen von dänischer Seite freute die Teilnahme des ZDF, und sie hießen Filmcrew und Teilnehmer auf Deutsch und Dänisch herzlich willkommen.

Es ging dann auf zur ersten Station, einem Feld von Carsten Petersen. Hier hatte er einen Tisch mit einer Auswahl steinzeitlicher Funde aufgestellt, die er seit 1954 über viele Jahre bei Feldarbeiten gefunden hatte. Es handelte sich zum Teil um Pfeilspitzen und Werkzeuge, die Rentierjäger vor rund 12.000 Jahren aus Stein hergestellt hatten. Kurzweilige InfosMit Megafon erzählte Hobby-Archäologe Carsten Petersen über die Funde der Menschen, die sich über Jahrtausende in dem Gebiet aufgehalten hatten. Es wurde ein kurzweiliger Exkurs. „Mein Sohn wollte heute eigentlich Gülle fahren. Ich bat ihn, damit lieber zu warten“, scherzte Petersen bei seinem Vortrag auf dem Acker.

Rund 80 Rad- und Autofahrer waren bei der dritten und letzten Sommertour dabei. Foto: kjt

Informationen im ehemaligen Bundeswehrdepot

Informationen gab es für die Radfahrer auch im ehemaligen Bundeswehrdepot bei Jardelund, dem zweiten und abschließenden Ausflugsziel. Das Depot wurde von einer privaten Gesellschaft übernommen und ist inzwischen in eine 63 Hektar große Naturschutzfläche zurückgebaut worden. Thomas und Hauke Jessen von der Unternehmergruppe Osterby erläuterten die Biotop- und Artenschutzbemühungen und nahmen die Besucher mit auf einen kleinen Rundgang ins renaturierte ehemalige Bundeswehrgelände.

Zum Abschluss an einem Fledermausbunker bedankte sich die Arbeitsgruppe mit einem Präsentkorb der Brauderuper Ökomeierei „Naturmælk“ bei den „Informanten“. Am Imbisswagen, der sich mit zum ehemaligen Depot begeben hatte, ließen die deutschen und dänischen Ausflügler die letzte Tour der Saison gesellig ausklingen. Es hieß dann „Tschüs bis nächstes Jahr“. Am zweiten Montag der Monate Juni, Juli und Juli wird dann wieder das Grenzgebiet im Raum Sophienthal/Jardelund erkundet, so der Hinweis der Arbeitsgruppe.

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