Deutsche Minderheit

Auf den Spuren von Gorm und Co

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Tingleff/Tinglev
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Mit einem kleinen andächtigen Beisammensein mit Singen rundeten die Ausflugteilnehmer den Besuch in der Jellinger Kirche ab. Foto: J. Weinschenck

Der Tingleffer BDN-Ortsverein und der Pfarrbezirk Tingleff unternahmen Ausflug nach Jelling und erlebten lebendig präsentierte dänische Geschichte.

Es wurde eine Fahrt mit so manchem historischen Abstecher. Der BDN und der Pfarrbezirk Tingleff hatten kürzlich zu einer Reise nach Jelling bei Vejle eingeladen, wo man sich unter anderem Ereignisse aus dem 10. Jahrhundert zu Gemüte führte. In Jelling schaute man sich die berühmten Runensteine und Grabhügel an, die zu Zeiten des sagenumwobenen Königs Gorm und dessen Sohn Harald Blauzahn errichtet wurden.

Rund 20 Interessierte machten sich von Tingleff aus mit dem Bus auf den Weg. In Jelling schaute man sich auch die Kirche in unmittelbarer Nähe der Runensteine an. In Jelling ließ Harald Blauzahn einst eine hölzerne Kirche bauen.

In Jelling erzählte Bjarne Bagge (sitzend) Wissenwertes über die Kirche und die Jellingsteine. Foto: J. Weinschenck

Geschichte ganz lebendig

Die Gruppe aus Tingleff bekam von Lokalmatador und Jellingkenner Bjarne Bagger allerhand Wissenswertes über die Kirche zu erfahren, über die Runensteine und über die Geschichten, die sich um die Könige Gorm und Harald Blauzahn ranken.

„Er hat sehr gut und lebendig erzählt. Es war sehr aufschlussreich“, so BDN-Ortsvereinsvorsitzende Betty Weinschenck mit Lob an den Referenten. „Auch über die Kirche wusste er viele Details zu berichten.“

In der Kirche versammelten sich alle noch einmal. Man sang und lauschte Pastor Cramer, der eine kleine Andacht vorbereitet hatte. Die musste aufgrund des etwas durcheinandergeratenen Zeitplans verkürzt werden, wurde bei der Heimreise aber spontan im Bus nachgeholt. „Da konnte man noch einmal in sich gehen. Das war ganz angenehm“, bemerkt Betty Weinschenck.

Beim Ausflug kehrte die Gruppe in den örtlichen Krug ein. „Da hat alles prima geklappt“, freut sich die Ortsvereinsvorsitzende über den geglückten kulinarischen Zwischenstopp. Das Jelling-Museum konnten die Teilnehmer anschließend auf eigene Faust erkunden und dabei in die nordische Mythologie eintauchen.

Das Gotteshaus bei den bekannten Runensteinen wurde bei einem kleinen Rundgang genauer unter die Lupe genommen. Foto: J. Weinschenck

Weiter ging es zum Kaufmannsmuseum „Bindeballe Købmandsgård“ mit angeschlossenem Café. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken schaute man sich um in diesem nostalgischen Tante-Emma-Laden wie zu Großmutters Zeiten. Bei so manchen Teilnehmern wurden Erinnerungen aus der Kindheit wach, als in solchen Läden noch Waren für den täglichen Gebrauch eingekauft wurden.

Mit dem Bus ging es dann wieder gen Heimat. „Wir kamen gut an, und ich finde, wir hatten einen schönen Tag“, so das Fazit von Betty Weinschenck.

Dass es immer nur kurz dann regnete, wenn man an den verschiedenen Etappenzielen gerade in den Bus gestiegen war, „passte natürlich wie Faust aufs Auge“, ergänzt die Ortsvereinsvorsitzende mit einem Lachen.

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