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Spedition NTG muss zwei Millionen Kronen an Transportfirma Kurt Beier zahlen

Spedition NTG muss zwei Millionen an Kurt Beier zahlen

Spedition NTG muss zwei Millionen an Kurt Beier zahlen

Kjeld Thomsen/3F
Pattburg/Padborg
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Lastwagen am Kurt-Beier-Standort Pattburg Foto: Archivfoto Karsten Sörensen

Da das Transportunternehmen Kurt Beier ganz offensichtlich Fahrer ausbeutete und haarsträubend unterbrachte, hatte die Firma NTG die Zusammenarbeit vorzeitig beendet und forderte wegen kurzfristiger Einbußen Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Kronen. Das Gericht urteilte zugunsten von Kurt Beier.

2,095 Millionen Kronen muss das Speditionsunternehmen NTG an den Kooperationspartner Kurt Beier mit Niederlassung in Pattburg zahlen.

So lautete am Koldinger Gericht das Urteil in einem Schadenersatz-Prozess, berichtet das Gewerkschaftsmagazin „Fagbladet 3F“.

Ausgangspunkt für den Rechtsstreit war die Enthüllung unmenschlicher Behandlung meist philippinischer Fahrer bei Kurt Beier am Standort Pattburg.

Der Skandal ließ Kunden von NTG auf eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit drängen. Da NTG von einem auf den anderen Tag 50 Lastwagen fehlten, entstand ein Schaden von ca. zwei Millionen Kronen. Geld, dass man von Kurt Beier verlangte bzw. nicht als Restforderung zahlen wollte.

Kooperationsende ja, Schadenanspruch nein

Laut Gerichtsbeschluss muss das nun geschehen. Wie 3F berichtet, sah es das Gericht durchaus als berechtigt an, dass NTG die Zusammenarbeit wegen des Medienrummels um Kurt Beier mit sofortiger Wirkung beendete. Da Kurt Beier aber die vereinbarte Leistung nach wie vor hätte erbringen können, könne kein Schadenersatz gefordert werden, so das Fazit.

Neben der Zahlung von rund zwei Millionen Kronen kommen noch Nachforderungen in Höhe von 128.000 Kronen und Gerichtskosten in Höhe von 148.700 Kronen auf NTG zu.

Dem Gewerkschaftsmagazin gelang es weder, eine Stellungnahme zum Urteil von der Firma Kurt Beier noch von der juristischen Vertretung von NTG zu bekommen.

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