Schulentwicklung

Selbstkritisch in die Neuausrichtung

Selbstkritisch in die Neuausrichtung

Selbstkritisch in die Neuausrichtung

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Saxburg/Saksborg
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Die Deutsche Schule Buhrkall. Foto: Archivbild: DN

Neue Ansätze in der Schulentwicklung sollen die Deutsche Schule Buhrkall stärken.

„Weniger ist mehr“. Diese auf den ersten Blick paradoxe Aussage verwendete Vorsitzende Majken Muus Meyer auf der Generalversammlung der Deutschen Schule Buhrkall als Überschrift für ihren Bericht. Weniger könne durchaus mehr bedeuten. „Nicht so viele Schüler sind besser als zu viele“, so die Vorsitzende in Anlehnung an die Schülerzahl von derzeit 54. Hier stehe die Schule vor einer großen Herausforderung.

„Ich traue mich zu behaupten, dass es keine Rolle spielt. Was eine Rolle spielt ist, wie ich mich als Schule organisiere, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden“, so Majken Muus Meyer. Die Schule sei sich der Herausforderung bewusst, die Klassengrößen von nur drei Schülern bedeuten, „und arbeitet mit Käthe Nissen (Versammlungsleiterin, red. Anm.) vom DSSV daran, dies als Chance zu nutzen und neu zu denken“.

Diese angestrebte Neuausrichtung wurde noch einmal untermauert, nachdem Edith Iwersen und auch Angela Andresen als Eltern kritisch anmerkten, dass kleine Klassen von Schülern auch als nachteilig empfunden werden. Auch hier wolle man ansetzen und man plane einen Elternabend, bei dem die Zukunft der Schule mit den Eltern erörtert werden soll, so Majken Muus.

Grundsätzlich könne man auf die Schule stolz sein. „Es ist eine tolle Schule mit vielen Angeboten. Ich denke da an ‘grøn skole’, Lerntypen und positive Psychologie. Wir sind IT-mäßig besser ausgestattet als so manch andere Schule. Unsere Schüler, die nach der 7. Klasse an Schulen mit Oberstufe wechseln, sind gut gerüstet. Sie haben einen guten Ruf, sind tüchtig und gut erzogen“, so die Vorsitzende.
Das betonte auch Jan Röhrig, stellvertretender Schulleiter, im Bericht der Schulleitung. „Immer wieder bekommen wir das von Lehrern aus Tingleff und Tondern bestätigt.“

Kommunikation mit Eltern verstärken

Man sei bestrebt, die Kommunikation mit den Eltern zu verstärken „und bitten darum, das ihr euch beim kleinsten Zweifel oder Unverständnis an uns wendet, um ein ungutes Gefühl gleich im Ansatz zu ersticken“, so die Aufforderung von Röhrig. Eine noch weiter ausgebaute Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, die Ausarbeitung des grünen Profils, das der Schule als einzige Einrichtung in der Kommune das Prädikat „grøn skole“ einbrachte, Festhalten an Klassenfahrten aller Klassen und der neue Schwerpunkt „Positive Psychologie“ seien zentrale Dinge, die die Schule ausmachen und eine gute Visitenkarte sind, so Jan Röhrig.

Diese Visitenkarte, „die guten Geschichten“, wie Carsten Asmussen in der Aussprache betonte, müssen als Eigenwerbung noch mehr nach außen getragen werden. Über soziale Medien geschehe hier bereits viel, so sein Lob. Man müsse die Qualitäten und die Besonderheit der Schule aber auch anderweitig und ständig kommunizieren. Der Punkt Wahlen war auf der Generalversammlung schnell abgehakt. Für Vorstandsmitglied Veronika Bruhn, die keine Wiederwahl wünschte, wurde Thea Nissen gewählt. Sie war zuvor Suppleantin. Neue Suppleantin ist Edith Iwersen. Majken Muss Meyer bleibt Vorsitzende.

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