Vereinswesen

SC Saxburg: Andere Generalversammlung nach einem anderen Jahr

Andere Generalversammlung nach einem anderen Jahr

Andere Generalversammlung nach einem anderen Jahr

Saxburg/Saksborg
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Ein Wermutstropfen in der durch Corona ohnehin beeinträchtigten Saison beim SC Saxburg war die Auflösung der Frauenmannschaft, die eigentlich den Sprung in die dritte Division geschafft hatte. Wegen Studiums etlicher Spielerinnen wurde der Kader einfach zu klein. Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

Nicht nur das gesamte Drumherum im SC Saxburg hatte in den zurückliegenden zwölf Monaten unter der Corona-Pandemie zu leiden. Auch die Generalversammlung musste kürzlich anders ablaufen als gewohnt.

Nicht da sein und doch dabei sein.

Das war die Devise bei der Generalversammlung des SC Saxburg, die kürzlich in der Deutschen Schule Buhrkall (Burkal) durchgeführt wurde.

Da aufgrund der Corona-Krise nicht mehr als fünf Personen anwesend sein durften, konnten sich Mitglieder von zu Hause zuschalten.

So saßen nur fünf Vorstandsmitglieder mit Abstand im Gemeinschaftsraum und sorgten mithilfe des Smartboards für den satzungsgemäßen Ablauf der Jahreshauptversammlung, während Mitglieder, die sich vorher angemeldet und Zugangsdaten erhalten hatten, alles von zu Hause am Laptop, PC oder an anderen geeigneten Geräten aktiv mitverfolgen konnten.

„Es hat sich auch hier gezeigt, dass solch eine Form der Kommunikation möglich ist“, bilanziert SC-Vorsitzender Martin Hansen. Letztendlich sei man froh, dass die Generalversammlung über die Bühne gehen konnte.

In der Satzung verankert

Die Möglichkeit für solch eine Durchführung wurde auch gleich mit einer Satzungsänderung in den Vereinsstatuten verankert.

„Es wurde zudem neu festgelegt, dass zur Generalversammlung per Online-Anzeige eingeladen werden kann, da es den ,Nordschleswiger’ nicht mehr in gedruckter Form gibt“, ergänzt Martin Hansen.

SC-Vorsitzender Martin Hansen Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

In seinem Bericht war die Corona-Krise erwartungsgemäß ein durchgehendes Thema, wurde doch nicht nur der Trainings- und Punktspielbetrieb unter anderem im Handball empfindlich gestört.

Besonders bitter war der verpasste Aufstieg der Herrenmannschaft.

„Wir hatten uns große Hoffnungen auf den Aufstieg gemacht, und es sah ja auch gut aus“, ärgert sich der SC-Vorsitzende über die verpasste Chance.

Bitter war auch die Situation bei der Frauenmannschaft.

„Hier klappte es ja mit dem Aufstieg in die dritte Division. Leider haben viele Spielerinnen studienbedingt aufhören müssen. Die Mannschaft wurde aufgelöst“, so Martin Hansen.

Zulauf in den Jugendklassen

Positives gibt es aus der Jugendabteilung zu vermelden.

„In der U7 und U9 boomt es. Hier sind 50 Spieler aktiv“, so der SC-Vorsitzende. Der Shutdown sorgte auch hier für eine Zwangspause. Es deutet aber alles darauf hin, dass die beiden Teams so zahlreich fortsetzen werden.

„Bemerkenswert ist, dass Spieler dazugekommen sind, die nicht unbedingt aus einer Handballfamilie stammen“, ergänzt Martin Hansen.

Die gute Arbeit und die gute Kooperation mit dem Nachbarverein BBI tragen offensichtlich Früchte.

Bemerkenswert ist, dass Spieler dazugekommen sind, die nicht unbedingt aus einer Handballfamilie stammen.

Martin Hansen

Der SC wird auch künftig bemüht sein, Werbung für den Handball zu machen und die Gemeinschaft zu stärken. Dazu trage die Aktion „Handball-Karawane“ in Zusammenarbeit mit dem Handballverband bei.

„Wir konnten es wieder anbieten und hatten Kinder aus den deutschen Schulen Buhrkall und Rapstedt sowie aus den umliegenden dänischen Schulen in der Bülderup-Halle zu Gast“, so Martin Hansen.

Der Aktionstag war zum Glück angesetzt, als es die Corona-Krise zuließ.

Weniger Glück hatte man mit dem gemeinsamen Knivsbergaufenthalt, der erfahrungsgemäß gut ankommt. Dieses Beisammensein musste coronabedingt ausfallen.

Was gibt es seitens des SC mit rund 180 Mitgliedern noch zu berichten?

Kajaksparte stabil

„Zu erwähnen ist die Kajak-Sparte, die eine stabile Zahl an Aktiven hat. Es wurde auch die eine oder andere Aktivität durchgeführt. Letztendlich war aber auch die Kajaksparte von den Restriktionen beeinträchtigt“, ergänzt Martin Hansen.

Die Kajaksparte im SC Saxburg ist eine feste Größe und war von der Corona-Krise nicht ganz so eingeschränkt wie andere Sportarten. Foto: DN (Archiv)

Man habe darüber gesprochen, was man als Gemeinschaftsaktion für alle auf die Beine stellen könnte, ohne dass Corona-Vorgaben immer noch im Wege stehen könnten.

„Wir denken da an eine Autosuchfahrt. Vielleicht lässt es sich durchführen“, so der SC-Vorsitzende mit Blick nach vorn.

Anregungen erbeten

In Verbindung mit der Anschaffung neuer Bälle, ermöglicht aus einem Fördertopf der Sportverbände DGI und DIF, fordert der SC die Mitglieder auf, Ideen für die Anschaffungen von Geräten oder für spezielle Projekte an den Vorstand weiterzuleiten.

„Wir wissen, dass es dafür Fördertöpfe gibt“, so Martin Hansen.

Bei der Online-Premiere der Generalversammlung standen auch Wahlen auf dem Programm.

Wiederwahl gab es für die Vorstandsmitglieder Michael Mathiesen und Thea Nissen sowie für Vertreter Kim Jørgensen. Mathiesen bleibt Kassierer, Thea Nissen zweite Vorsitzende und Schriftwartin. Das ergab die Konstituierung.

Auch Jugendvertreterin Anne Cathrine Styrbæk wurde im Amt bestätigt.

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