Kultur und Freizeit

Ein Riesentroll als Attraktion in Pattburg

Ein Riesentroll als Attraktion in Pattburg

Ein Riesentroll als Attraktion in Pattburg

Pattburg/Padborg
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Ein Riesentroll aus recyceltem Holz des Künstlers Thomas Dambo. Solch eine Figur wünscht man sich in Pattburg. Foto: Thomas Dambo/Pressefoto

Eine überdimensionale Figur des dänischen Recycling-Künstlers Thomas Dambo könnte sich bald im Pattburger Wald befinden. Die Idee stammt von Ninna Schrum. Sie würde auch gern die deutsche Seite mit ins Boot holen. Es gäbe dann vielleicht zwei Grenztrolle als Symbol der guten Nachbarschaft.

Ninna Schrum ist eine aktive Bürgerin aus Pattburg bzw. dem unmittelbar angrenzenden Fröslee (Frøslev).

Als Vorsitzende des Bürgervereins Fröslee-Pattburg und als Vorstandsmitglied des Pattburger Freilichtbühnenvereins bringt sie sich stets mit Ideen ein.

Als Privatperson hat sie jüngst ein außergewöhnliches Vorhaben ins Spiel gebracht.

Sie würde gern einen überdimensionalen Troll des Recycling-Künstlers Thomas Dambo im Pattburger Wald nahe des Niehuuser Sees erschaffen lassen – als Blickfang für alle und touristisches Highlight.

Die hölzernen Trolle zeichnen sich durch eine enorme Größe aus. Foto: Thomas Dambo/Pressefoto

Zuschuss aus dem Nachhaltigkeitstopf

Die Idee findet auch bei den Politikern der Kommune Apenrade Anklang.

Ninna Schrum beantragte im Namen einer Initiatorengruppe Gelder aus dem Fördertopf für nachhaltige Projekte und bekam eine positive Rückmeldung. 20.000 Kronen kann sie für den weiteren Prozess einplanen.

Ninna Schrum hat buchstäblich eine großartige Idee für den Pattburger Wald. Foto: Timo Battefeld/JydskeVestkysten

Der Kontakt zu Thomas Dambo und dessen Management ist bereits hergestellt.

Der Künstler hat in aller Welt Skulpturen mit Recyclingmaterial erschaffen.

Troll als Markenzeichen

Steckenpferd und Markenzeichen zugleich sind jene riesengroßen hölzernen Trolle, die sich wie Monumente in die Landschaft schmiegen.

„Das wäre eine echte Attraktion, wenn es so etwas bei uns geben sollte“, so Ninna Schrum, die von den überdimensionalen Figuren des dänischen Künstlers schwärmt.

Imposant: Riesentroll beim Steinestapeln Foto: Thomas Dambo/Pressefoto
Noch ein Riesentroll aus der „Feder" von Thomas Dambo Foto: Thomas Dambo/Pressefoto

Die 20.000 Kronen sind für einen Planungsbesuch des Künstlers in Pattburg vorgesehen.

Die Herstellung der Figur selbst wird gut und gern 200.000 Kronen oder eher mehr kosten.

Spenden und freiwillige Helfer

Ninna Schrum und Mitstreiter der „Trollgruppe“ hoffen, dass das Geld über Spenden von Firmen und Stiftungen zusammenkommen wird.

Die Pflege der Riesenskulptur soll mit freiwilligen Helfern geschehen, die der Ortsverein Fröslee-Pattburg aktiviert, so der Plan.

Unklar ist noch, wo genau der Riesentroll stehen bzw. sitzen kann.

„Der Pattburger Wald ist Naturschutzgebiet. Die Figur muss mindestens einen Kilometer von besiedelten Gebieten entfernt sein“, erwähnt Ninna Schrum.

„Eine gute Stelle wäre am Niehuuser See. Der Troll könnte dort hinüber auf die deutsche Seite blicken“, so die Pattburgerin.

Am Niehuuser See an der deutsch-dänischen Grenze würde Ninna Schrum gern ein oder sogar zwei Riesentrolle beheimaten. Foto: DN (Bildschirmfoto)

Die Nähe zu Deutschland hat sie ganz bewusst im Sinn.

„Vielleicht könnte man die Leute aus Harrislee dafür begeistern, einen weiteren Troll auf der deutschen Seite aufstellen zu lassen. Es wären dann zwei Grenztrolle, die nach Zeiten von Auseinandersetzungen und Kriegen das heutige freundschaftliche Miteinander bei uns im deutsch-dänischen Grenzland symbolisieren könnten“, so Ninna Schrum.

Von diesem Ansatz habe sich der Künstler angetan gezeigt.

Das wäre eine echte Attraktion, wenn es so etwas bei uns geben sollte.

Ninna Schrum

Den deutsch-dänischen Grenzgedanken hat Dambo für die weitere Planung bereits vorgemerkt.

„Es wird spannend, was er sich ausdenken und was er umsetzen wird“, so Schrum, die dabei ist, einen Ortstermin zu vereinbaren, um weitere Details und den Standort einer Riesenfiguren zu besprechen. Vielleicht werden es ja auch zwei.

Wenn der Riesentroll dann auf dem Reißbrett ist mit Kostenvoranschlag, wird die Suche nach Investoren eingeläutet.

Auch eine Baugenehmigung wird das Projekt benötigen. „Es ist ja eine große Sache“, so Ninna Schrum mit einem Lachen.

Ein Riesentroll aus Recyclingholz entsteht. Foto: Thomas Dambo/Pressefoto
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