Grenzverkehr

Polizeidirektor: Werden eine schnelle Lösung für Landwirte an der Grenze finden

Polizeidirektor: Werden eine Lösung für Landwirte an der Grenze finden

Polizeidirektor: Lösung für Landwirte finden

Pattburg/Padborg
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Kleine Grenzübergänge wie Pepersmark sind momentan auch für Landwirte gesperrt, die Felder auf der anderen Seite der Grenze zu bestellen haben. Die Bauern müssen lange Umwege in Kauf nehmen. Das soll sich bald ändern. Foto: kjt

Die dänische Polizei möchte Landwirten mit Feldern beidseits der Grenze eine ortsnahe Passage ermöglichen. Es besteht ein enger Dialog mit den Kommunen Tondern und Apenrade sowie der deutschen Polizei. Polizeidirektor Jørgen Meyer geht von einer zeitnahen Lösung aus.

Aufgrund der Schließung aller kleinen Grenzübergänge zu Deutschland ist für dänische Landwirte momentan guter Rat teuer, wenn sie Felder auf der anderen Seite der Grenze erreichen müssen. Wegen des Coronavirus kommt man mit Traktoren nur noch an der Grenze in Seth/Sæd ganz im Westen über die Grenze.

Landwirtschaftsverbände wie der LHN (Landwirtschaftlicher Hauptverein für Nordschleswig) sowie die Kommunen Apenrade/Aabenraa und Tondern/Tønder haben die Initiative ergriffen, um eine Passage an kleinen Übergängen zu ermöglichen. Kontakt ist dabei, wie berichtet, auch zur Polizei aufgenommen worden.

Hier sei man um eine Lösung bemüht, so Jørgen Meyer, Polizeidirektor des Polizeikreises Südjütland und Nordschleswig, zum „Nordschleswiger“.

Zeitnahe Lösung

„Es hat niemand Interesse daran, Landwirten Steine in den Weg zu legen. Wir sind dabei, eine Regelung zu finden, damit sie ihre Felder bestellen können. Ich gehe davon aus, dass wir zeitnah eine Lösung finden“, so Meyer. Innerhalb weniger Tage soll das Problem aus der Welt sein.

Man stehe in Kontakt mit den Kommunen Tondern und Apenrade, die derzeit ermitteln, welche Landwirte durch die Grenzschließung beeinträchtigt sind.

Gibt es den konkreten Überblick, „werden wir mit den Kommunen und Landwirten erörtern, wo Grenzpassagen sinnvoll sind“, ergänzt der Polizeidirektor.

Es hat niemand Interesse daran, Landwirten Steine in den Weg zu legen.

Jørgen Meyer, Polizeidirektor

Wo es sein wird, und wie das Passieren nur für betroffene Landwirte praktisch ablaufen kann, gelte es noch festzulegen. Eine Herausforderung werde sein, die Passage auf die wenigen direkt betroffenen Landwirte zu beschränken, „denn wir befinden uns nach wie vor in einer Ausnahmesituation, bei der es darum geht, mit Maßnahmen die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Und dazu gehört die Grenzschließung“, betont Jørgen Meyer.

Kooperation mit der deutschen Seite

Man halte auch in dieser Sache engen Kontakt zur deutschen Polizei, um eine grenzüberschreitende Sonderregelung für betroffene Landwirte abzusprechen. „Wir haben generell einen guten und engen Kontakt zu den deutschen Kollegen. In Pattburg sitzen wir ja in einem gemeinsamen Büro“, so Meyer. Er gehe fest davon aus, dass eine Sonderregelung von beiden Seiten schnell mitgetragen wird.

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