Waldbrände

Pattburger Feuerwehrmänner löschten in Schweden

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Pattburg/Padborg
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Bei der Bekämpfung der Waldbrände in Schweden waren auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Pattburg dabei. Foto: Johan Nilsson/TT/Ritzau Scanpix

Martin Pedersen und sein Kollege Jeppe John Dicker meldeten sich für die Bekämpfung der Waldbrände im Nachbarland. „Es lief vom ersten Tag an perfekt“, lobt Pedersen die schwedische Organisation.

Als die Waldbrände in Schweden Überhand nahmen und internationale Unterstützung gefordert war, stand für Martin Pedersen aus Pattburg fest: „Da muss ich helfen.“ Der 41-Jährige meldete sich für den dänischen Hilfseinsatz und ist Mitte der Woche von einem einwöchigen Einsatz aus dem betroffenen Gebiet im mittelschwedischen Ljusdal zurückgekehrt.

Sein Kollege Jeppe John Dicker von der Pattburger Feuerwehr, der auch beruflich Feuerwehrmann beim Stützpunkt „Fighter Wing“ in Skrydstrup ist, hatte sich ebenfalls für die dänische Unterstützung gemeldet. „Er war eine Woche vor mir dort“, erzählt Martin Pedersen, der von seinem Arbeitgeber in Tondern für die Mission freigestellt wurde.

Der Einsatz vor Ort und die Zusammenarbeit mit den Kräften anderer Nationen sei einwandfrei und hoch professionell gelaufen. „Es lief vom ersten Tag an perfekt. Wir wurden von der schwedischen Einsatzleitung genau informiert und eingeteilt. Jeden Tag fanden Briefings statt“, zeigt sich Martin Pedersen von der genauen Einsatzplanung angetan.

Sieben-Mann-Team

Er bildete mit sechs dänischen Kollegen eine Gruppe, die für eine bestimmte Sektion eingeteilt war. „Wir hatten 12-Stunden-Schichten. Mit Anfahrt waren es 14 Stunden. Die Brände waren allmählich in den Griff zu bekommen. Ausgerechnet, als ich vergangenen Mittwoch wieder nach Hause bin, nahm der Wind zu, und es wurde wieder etwas schlimmer“, berichtet der Pattburger, der aus Husum stammt und dort die dänische Schule besuchte. Seit rund fünf Jahren lebt er in Dänemark.

Untergebracht waren Martin Pedersen und Kollegen in einem Schul- und Schwimmhallenkomplex. „Unsere Einheit aus Dänemark mit 25 Mann übernachtete in einer Turnhalle. Gruppen anderer Nationen trafen wir beim Frühstück oder im Bad. Es herrschte ein besonderes Gemeinschaftsgefühl. Es war ein schönes Erlebnis. Schön angesichts der prekären Lage natürlich in Anführungszeichen“, so Martin Pedersen.

Stolzer Sohn

Sich für einen nicht ungefährlichen Auslandseinsatz zu melden, galt es mit der Familie abzuklären. Die akzeptierte es. Die Ehefrau und die beiden kleinen Kinder (drei und sechs Jahre) hatten die Situation in Schweden über die Medien mitbekommen. „Der Große war schon stolz, dass der Papa dort im Einsatz war“, erzählt Martin Pedersen, der jederzeit wieder parat sein würde, wie er sagt.

„In solchen Extremsituationen muss man sich doch international helfen“, so seine Einstellung.
Er verfolgt genau die momentane Situation in Schweden, wo dänische Kollegen immer noch im Einsatz sind.

„Es ist eine geschlossene Facebookgruppe für uns entsandte Einsatzkräfte gebildet worden, in der über den Stand der Dinge informiert wird“, so der Pattburger, der mit einem Herkules-Transportflugzeug nach Dänemark zurückkehrte.

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