Gendarmhof in Renz

Ökonomieausschuss nimmt Abrissangebot an

Ökonomieausschuss nimmt Abrissangebot an

Ökonomieausschuss nimmt Abrissangebot an

aha
Renz/Rens
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Die Einweihung des Spielplatzes auf dem Gelände des Gendarmhofes fand im vergangenen Juni statt. Das Projekt wurde ebenfalls aus dem „grünen Windkrafttopf“ finanziert. Hier sind noch weitere unverbrauchte Mittel zu holen. Foto: Friedrich Hartung

Der Gendarmhof in Renz soll einer attraktiven Grünfläche im Dorf weichen – Kostenpunkt: 700.000 Kronen.

Der Gendarmhof in Renz soll einer attraktiven Grünfläche im Dorf weichen – Kostenpunkt: 700.000 Kronen.

Der Gendarmhof in Renz kann abgerissen werden.  Der Ökonomieausschuss der Kommune Apenrade hat beschlossen, den vom Ausschuss für Wachstum und Entwicklung angebotenen Abriss durchführen zu lassen. Anschließend werden die  Flächen des Bürgervereins für Renz und Umgebung („Rens Egnsråd“) für rekreative Zwecke zur Verfügung gestellt. 

Das Gebäude ist seit 2015 im Besitz der Kommune Apenrade, die die Immobilie bei einem Konkursverfahren erstand. Damals herrschte noch die Hoffnung, dass das Gebäude in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein mit Leben erfüllt werden könnte. Diese Pläne haben sich zerschlagen. 

Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 25.000 Kronen. Allerdings bedarf das Gebäude einer umfassenden Sanierung, falls seine Lebensdauer verlängert werden soll. Die Kommune war auch  bereit, dieses Geld für die Renovierung aufzubringen, falls der Bürgerverein die zündende Idee gehabt hätte. Da dies nicht der Fall ist, hat sich der Ökonomieausschuss dazu entschieden, zu Plan B und nicht zu Plan C oder D zu greifen.

Plan B lautet Abriss. Laut Kostenvoranschlag beträgt die Abrisssumme 700.000 Kronen. Das Geld hat der Ausschuss für Wachstum und Entwicklung noch in seinem sogenannten Abrisstopf für den ländlichen Raum aus dem vergangenen Jahr übrig.  Plan C wäre der Versuch gewesen, doch noch einen Käufer für die Immobilie zu finden. Die Chancen auf Erfolg werden jedoch nicht nur als gering, sondern als nicht existent geschätzt. Plan D wäre gewesen, alles bis auf Weiteres so zu belassen wie bisher; die Gebäudewartung auf dem Minimum von 25.000 Kronen zu belassen, um dann später eine Entscheidung zu fällen. 

Die Entscheidung für den Abriss fällt dem  Ökonomieausschuss  wahrscheinlich deshalb leichter, weil auch der Bürgerverein eingesehen hat, dass ein Erhalt des Gebäudes unrealistisch ist. Der Verein hat deshalb umgeschwenkt und sich im Dialog mit der Kommune bereit erklärt, die künftig frei werdende Grünfläche in der Ortsmitte auf dem Dreieck zwischen Rens Skolegade und Pebersmarksvej   zu pflegen, wenn man sie dafür auch nutzen kann, z. B. um dort auch Shelter aufzubauen. Auch diesen Wünschen des Renzer Bürgervereins steht die Kommune offen gegenüber, zumal es auch noch unverbrauchte Mittel für „kulturelle, landschaftliche Zwecke“ gibt, die der Kommune  im Zuge der sogenannten „Grøn Ordning“ von der dänischen Energiebehörde zur Verfügung gestellt wurde. Kommunen, die Flächen für Windkraftprojekte zur Verfügung stellten, erhielten eine Art „Schadenersatzleistung“, die für grüne Projekte in unmittelbarer Nähe verwendet werden sollte. Auch das  Shelter-Projekt erfüllt den Zweckparagrafen genau wie bereits das Spielplatzprojekt, das im vergangenen Jahr aus dem Windkrafttopf finanziert wurde. 

Bevor die Abrissbagger auf das 8.803 Quadratmeter große Grundstück auffahren, müssen noch die Absprachen mit dem Bürgerverein zu Papier.

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