Kursus

Obst veredeln im Museum

Obst veredeln im Museum

Obst veredeln im Museum

Pattburg/Padborg
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Kursteilnehmer beim Obstveredeln im Museum Oldemorstoft. Demnächst folgen weitere Kurse. Foto: Archiv DN

Mit kleinen Zweigen ein großes Ergebnis erzielen: Im Museum „Oldemorstoft“ in Pattburg werden wieder Kurse im Veredeln von Obstsorten angeboten. Fortgeschrittene kommen zuerst auf ihre Kosten.

Mads Mikkel Tørsleff, Leiter des Heimatmuseums „Oldemorstoft“ in Pattburg, hat einen Faible für Obstsorten. Insbesondere alte Sorten aus der hiesigen Region. Deren Geschichte und deren Erhaltung haben es dem Historiker angetan.

Im Museumsgarten sind nach Angaben des Museums um die 200 oder gar mehr Bäume gepflanzt worden. Im „Oldemorstoft" ist auch schon mehrmals zu Obst-Veredelungskursen („Kopulation“) eingeladen worden.

Für Kenner der Veredelung

Am Mittwoch, 5. Februar, ist von 16.30 bis 20 Uhr ein Fortgeschrittenenkursus angesetzt. Unter Anleitung von Boi Jensen von der Obstbaumschule „De Gamle Sorter“ in der Nähe von Holstebro können Kenner der Veredelung weitere Anregungen bekommen.

Wichtiger Bestandteil der Kopulation sind Obstzweige. Foto: Archiv DN

Mit Boi Jensen hat das Museum einen absoluten Experten zu Gast. Boi Jensen ist Veredelungsmeister („Podemester“) und leitet auch in diesem Jahr in ganz Jütland wieder zahlreiche Kurse, heißt es auf der Homepage der Baumschule.

Die Teilnahme am Kursus im „Oldemorstoft“ kostet 300 Kronen. Inbegriffen sind Material zum Veredeln einiger Sorten, die mit nach Hause genommen werden können.

Wer zusätzliche Grundstämme und Material wünscht, kann dies bei Boi Jensen kaufen, so der Hinweis des Museums.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden bis zum 1. Februar entgegengenommen per E-Mail an mmtoe@aabenraa.dk oder telefonisch unter 73 76 64 36.

Wer sich im Veredeln von Obstsorten noch nicht so gut auskennt, es aber auch mal versuchen möchte, der sollte sich den 28. März vormerken.

Von 9.30 bis 12.30 Uhr wird ein Anfängerkursus im Museum am Bovvej angeboten. Die Teilnahme kostet ebenfalls 300 Kronen. Anmeldung unter museumoldemorstoft@aabenraa.dk.

Was passiert genau bei der Veredelung?

Einfach gesagt, werden bei der Veredelungsform „Kopulation" Zweige einer Pflanze auf einer anderen Pflanze befestigt. Das Ziel besteht darin, die einzelnen Äste zu klonen. Während bei der natürlichen Fortpflanzung die Pflanzeneigenschaften nur in abgeschwächter Form vererbt werden, lassen sich bei einer professionellen Veredelung die positiven Eigenschaften vollständig erhalten und somit auch vermehren.

Im Unterschied zur Okulation wird bei der Kopulation ein kleiner Zweig mit mehreren Augen auf einer Unterlage aufgesetzt. Von Januar bis März wird in dieser gewünschten Stammhöhe, bei Obstgehölzen mindestens 10 cm über dem Wurzelhals, der Kopf der Unterlage mit einem Schrägschnitt abgeworfen. Ein Schrägschnitt von gleicher Länge und Form wird am unteren Ende des Zweiges durchgeführt, damit die beiden Pflanzenstücke genau aufeinander zu liegen kommen. Verwendet wird ein spezielles Kopulationsmesser.

Die Kopulation ist die am häufigsten angewandte Veredlungsmethode. Unterlage und Zweig müssen in etwa gleich stark sein. Beide Teile werden dann zusammengefügt. (Quelle: gartentipps.com/gartenlexikon.de)

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