Öko-Erdbeerbauer

Nach-Ernte-Einsatz für Saison 2019

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Duburg/Duborg
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Die Erdbeeren aus Duburg tragen das dänische Öko-Siegel. Sie werden ohne Spritzmittel erzeugt. Foto: dpa

Öko-Erdbeerbauer Peter Schmidt ist mit seiner Ernte in diesem Jahr zufrieden. Seine Mitarbeiter aus Rumänien kehren nach zwei Wochen Heimat-Urlaub zurück und setzen dann die Ableger für die Ernte im kommenden Jahr.

„Die Saison 2018 ist abgeschlossen. Sie hat in diesem Jahr nur sechs Wochen gedauert, aber ich bin mit dem Ergebnis trotz der langen Zeit mit hohen Temperaturen und großer Trockenheit zufrieden“, berichtet Öko-Erdbeerbauer Peter Schmidt, der am vergangenen Wochenende die Hinweisschilder zu seinem Hofverkaufsstand abmontiert hat. Zuletzt hatte es am Hof noch die schmackhaften und ohne Zugabe von Spritzmitteln und Kunstdünger erzeugten Leckerbissen gegeben.

„Nun beginnt die Vorbereitung auf die Saison 2019“, berichtet der 68-jährige Erdbeerfachmann, der zur Freude seiner Kunden auch im kommenden Jahr 2019 wieder für Erdbeeren sorgen will. In diesem Jahr hatte er auf 9,5 Hektar Erdbeeren.

Zwei Wochen Urlaub

„Meine Mitarbeiterinnen sind jetzt erstmal zwei Wochen auf Urlaub in ihr Heimatland Rumänien gefahren“, berichtet Schmidt. Sie kommen dann zurück, um Ableger für die neuen Kulturen von den jetzt abgeernteten Erdbeerpflanzen abzunehmen. Auch müssen die Kulturen, die noch im nächsten Jahr genutzt werden, von Unkraut befreit werden.

Peter Schmidt hat trotz der kurzen Saison eine zufriedenstellende Erdbeerernte vermarkten können. Foto: Volker Heesch

„Wir mussten die Erdbeerfelder in diesem Jahr sehr stark wässern“, berichtet Peter Schmidt. Das ist mit Kosten für den Betrieb der Pumpen und durch Wasserverbrauchsgebühren verbunden. „Die Erdbeeren waren von sehr guter Qualität“, berichtet der Fachmann, der den größten Teil seiner Ware an den Einzelhandelskonzern FDB verkauft.

Nachfrage kann nicht gedeckt werden

In Dänemark kann die Erzeugung von Öko-Erdbeeren die Nachfrage nicht decken. Nur wenige Spezialisten sind in der Lage, aus den empfindlichen Kulturen die hochqualitative Ware zu gewinnen, die auch auf dem Verkaufsstand des Hofes von vielen Kunden direkt erworben wurde.
Peter Schmidt berichtet, dass die älteren Erdbeerkulturen jetzt umgepflügt werden. Diese Felder müssen anschließend mehrere Jahre mit anderen Feldfrüchten bestellt werden, damit Erdbeerschädlinge und Krankheiten aus dem Boden verschwinden.

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