Zuschuss

Kommune ermöglicht Kauf des Renzer Museums

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Renz/Rens
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Grund zur Freude, wie hier bei der Eröffnung, haben die ehrenamtlichen Museumsbetreiber um Ruth Christensen (r.). Die Immobilie im Pepersmarkvej kann gekauft werden. Foto: Archiv: Karin Riggelsen

Lokalhistorischer Verein erhält einen Zuschuss in Höhe von 350.000 Kronen für den Erwerb des ehemaligen Kaufmannsladens in Renz.

„Das freut uns natürlich”, so die Reaktion von Ruth Christensen, Vorsitzende des lokalhistorischen Vereins Renz und treibende Kraft des Museums „Mellem Slesvigs Grænser”, das sich seit einigen Jahren im ehemaligen Kaufmannsladen der Familie Ruhlmann befindet. Die Immobilie im Pebersmarkvej kann der Verein demnächst sein Eigen nennen. Der Stadtrat hat beschlossen, 350.000 Kronen für den Kauf zur Verfügung zu stellen. Den entsprechenden Antrag hatte der lokalhistorische Verein kurz vor der Haushaltsplanung für 2018 gestellt.
„Es bestand eine Kaufabsprache, und wir sind froh, dass es mit dem Kauf klappt, denn es eröffnet uns viel mehr Möglichkeiten bei der Beantragung von Fondsgeldern”, so Ruth Christensen.

Es werde ein Unterschied gemacht, ob das ehrenamtlich geführte Museum einem Vermieter gehört oder im Besitz des Vereins ist, so Christensen. „Wir hoffen, dass wir eine zweite Toilette mit Fonds-Unterstützung bauen können. Eine Toilette ist einfach zu wenig, wenn hier Gruppen zu Besuch sind”, erwähnt die Renzerin.

Betriebskosten geringer

Mit dem Kauf werden die Betriebskosten für den Verein als Museumsbetreiber geringer. „Wir haben monatlich 3.000 Kronen Miete bezahlt. Die fallen nun weg, was es leichter macht. Es bleiben noch Ausgaben für Heizung, Strom und andere Dinge. Das haben wir aber vorher auch schon bezahlen müssen”, so die „Museumsdirektorin”. „Es haben uns des Öfteren Leute angesprochen und gefragt, wie es sein kann, dass finanziell alles rund läuft. Es hat bisher aber gepasst. Wir haben rund 300 Mitglieder, die einen Jahresbeitrag von 50 Kronen zahlen. Es wird Eintritt genommen, wir verkaufen Kaffee und Kuchen, der Vorraum wird hin und wieder vermietet, und wir sorgen für die eine oder andere Sonderveranstaltung, bei der etwas eingenommen wird. Wir haben uns mit all dem über Wasser halten können”, listet Ruth Christensen nicht ohne Stolz auf.

Auch ohne die Mietausgaben von 3.000 Kronen werde man an dieser Strategie festhalten, um das Museum auf ein gutes finanzielles Fundament zu stellen. Dass die Kommune mit ihrer Finanzspritze von 350.000 Kronen im Grundbuch verankert wird, sei nur allzu verständlich, meint Ruth Christensen. Sollte der Verein mal aufgelöst oder das Museum geschlossen werden, dann sei es naheliegend, dass die Kommune über die Immobilie verfügen kann.

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