Umwelt & Natur

Jede Menge Tümpel für Storch und Co

Jede Menge Tümpel für Storch und Co

Jede Menge Tümpel für Storch und Co

Schmedagger/Smedager
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An die 20 Tümpel sollen dank der Störche für die Tier- und Pflanzenwelt um Schmedagger herum entstehen. Foto: Archiv

Mit Unterstützung von „Markus Jebsen Naturpulje“ sind 15 kleine Seen im Raum Schmedagger geplant. Sie sollen Störchen die Suche nach Nahrung erleichtern.

Ein Wasserloch als Nahrungsquelle für die Störche ist nahe Schmedagger bereits errichtet worden, und der Storchenverein „storkene.dk“ hatte sich Hoffnungen gemacht, dass vielleicht noch ein weiteres oder gar zwei hinzukommen könnten. Inzwischen kommen die Storchenfreunde gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus, denn nicht weniger als 15 Tümpel sind in Aussicht gestellt. Laut Mogens Lange ist auf Anregung von Jesper Tofft von der Natur-Beratungsfirma Ravnhøj Consult aus Apenrade Kontakt zu Landwirten und anderen Grundstücksbesitzern in und um Schmedagger aufgenommen worden, um zu erfragen, ob Areale für Tümpel zur Verfügung gestellt werden.
„Innerhalb weniger Wochen haben wir Vereinbarungen treffen können für die Errichtung von 15 kleinen Seen“, so Jesper Tofft in einer Mitteilung des Storchenvereins.

Jebsen-Förderung

„Es sind insgesamt sogar 19 geplant, denn vier zugewucherte Tümpel sollen mit vorbereitet werden“, so der Naturexperte gestern zum „Nordschleswiger“. Wenn es auch noch einige Jahre dauert, ehe sich Flora und Fauna an den Tümpeln entwickelt haben, ist die Freude beim Storchenverein groß, zumal man auf finanzielle Hilfe zählen kann.

Das Projekt wird vom stiftungsähnlichen Fördertopf „Markus Jebsen Naturpulje“ unterstützt, mit dem Jesper Tofft eng verknüpft ist. Förderer Markus Jebsen ist Mitglied der Reeder-Familie Jebsen aus Loit.

Eine genaue Fördersumme steht noch nicht fest, „es werden aber über 200.000 Kronen sein“, erwähnt Tofft. Die Landwirte stellen Areale kostenlos zur Verfügung. „Es handelt sich in der Regel um Abschnitte, die für die Bewirtschaftung ungeeignet sind“, ergänzt der Berater.

Die Anträge für die Errichtung der Tümpel sind auf dem Weg zur Kommune, und wenn alles gut läuft, werde man im Herbst die ersten Tümpel anlegen können, so die Einschätzung von Jesper Tofft.

Seen in der Größe zweier Fußballfelder

Die Gesamtfläche der kleinen Seen werde zwei Fußballfelder umfassen. Begeistert ist daher auch Vereinsvorsitzender Jess Frederiksen: „Ohne den Storch wäre diese Verbesserung der Natur um Schmedagger herum wohl nicht möglich gewesen. Das Projekt kommt aber auch anderen Arten zugute“, so Frederiksen. Man denke nur an die vielen Wasserinsekten, die verschwunden sind, an seltene Pflanzen und Kleintiere. Die Biotope werden zudem Lebens- und Brutraum für andere Vögel sein, „wie etwa Kraniche“, ergänzt Tofft.

Der Premierentümpel vor Schmedagger bereitet noch etwas Sorgen. Die Lehmschicht lässt an den Seiten zu viel Wasser absickern. Das soll in nächster Zeit ausgebessert werden, und in naher Zukunft soll es dann von kleinen Biotopen nur so wimmeln.

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