Kultur

Im Frühjahr wieder kein „Vorhang auf“ im Deutschen Haus

Im Frühjahr wieder kein „Vorhang auf“ im Deutschen Haus

Im Frühjahr wieder kein „Vorhang auf“ im Deutschen Haus

Jündewatt/Jyndevad
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Im Deutschen Haus Jündewatt, das Bild zeigt die Laienspielgruppe von 2019, wird es wegen der Corona-Krise vorerst keine Aufführungen geben. Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

Die Theatergruppe des Vereins „Deutsches Haus“ in Jündewatt sagt alle Aufführungen für 2021 coronabedingt ab. Die Zwangspause soll sinnvoll genutzt werden.

Auch wenn es bis zum Frühling 2021 noch etwas hin ist und die Corona-Situation sich bis dahin entspannen könnte, hat die Laienspielgruppe aus Jündewatt entschieden, die neue Spielsaison mit der traditionsreichen Premiere im Deutschen Haus im Frühjahr abzusagen.

Reißleine statt Vorhang

Anstatt den Vorhang wieder aufzuziehen, zieht die Theatergruppe aus Jündewatt mit dem Deutschen Haus als Übungs- und Spielstätte zwangsläufig die Reißleine.

„Aufgrund der Corona-Situation kamen Fragen über Fragen und noch mehr Fragezeichen auf. Eigentlich würden wir im Oktober unser neues Stück auswählen und mit den ersten Arbeiten an Bühne, Requisiten und Kostümen beginnen. Da wir aber nicht einschätzen können, wann sich die Lage entschärft, und ob unser Einstudieren, das sich immerhin über vier Monate hinzieht, letztlich auch zu einer Aufführung mit Zuschauern führt, haben wir beschlossen, eine Corona-Pause einzulegen und alle bereits zugesagten Aufführungen abzusagen. Es tut uns außerordentlich leid, diesen Weg gehen zu müssen“, so die betrübliche Mitteilung von Rolf Pfeifer, Vorsitzender des Deutschen Hauses und treibende Kraft der örtlichen Laienspielgruppe.

Schweren Herzens, betont Pfeifer, habe man diese Entscheidung getroffen.

Nicht schon wieder für die Tonne

„Wir wollten unsere Darsteller nicht dadurch demotivieren, dass die begonnene Arbeit nicht zu Ende gebracht werden kann und die ganze Arbeit wieder für die Tonne war“, so Rolf Pfeifer in Anlehnung an das Stück, das die Gruppe für das diesjährige Frühjahr einstudiert hatte.

Eine Szene aus dem Stück, das die Laienspielgruppe für dieses Jahr einstudiert hatte, wegen der Corona-Krise aber nicht aufführen konnte. Foto: Karin Riggelsen

Als im März die Premiere des Schwanks „Glaubersalz zum Nachtisch“ über die Bühne gehen sollte, grassierte bereits die Corona-Pandemie.

Die Angst ging um, und der Staat ordnete Restriktionen an, die zu einer Komplettabsage des Stücks der Jündewatter Laienspieler führten.

Wir wollten unsere Darsteller nicht dadurch demotivieren, dass die begonnene Arbeit nicht zu Ende gebracht werden kann und die ganze Arbeit wieder für die Tonne war.

Rolf Pfeifer

„Die Zeit bis zur nächsten Spielzeit werden wir dafür nutzen, um uns mit anderen Bühnen auszutauschen um wertvolle Tipps für unsere zukünftige Arbeit zu erhalten. Ganz vorn auf der Liste der Kollegenbühnen steht die Dittchenbühne in Elmshorn. Hier sind wir seit 25 Jahren zu Gast und haben hier unsere Stücke dargeboten“, so Rolf Pfeifer.

Das Augenmerk in der Corona-Zwangspause werde auch darauf liegen, die Laienspielgruppe um neue Mitspieler zu ergänzen. „Es liegen bereits Zusagen vor“, erwähnt Rolf Pfeifer, der große Hoffnung hegt, dass die Truppe für das Theaterjahr 2022 neu durchstarten kann.

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