Tingleffer Reitklub

Holger Holm: „50 Jahre sind schon etwas Besonderes“

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Tingleff/Tinglev
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Emma Lorenzen ist seit fünf Jahren dabei. Foto: Karin Riggelsen

Der Tingleffer Reitklub feiert im November sein rundes Jubiläum. Für die Feierlichkeiten sind viele Aktivitäten geplant.

Am 11. November haben die Pferde des Tingleffer Reitklubs Aussichten auf eine Extra-Karotte: Der Klub feiert nämlich sein 50-jähriges Bestehen. Vorher müssen die Pferde aber noch einiges leisten, denn der Vorstand hat zum Tag der offenen Tür ein volles Programm auf die Beine gestellt. Unter anderem werden die Klubmitglieder eine Dressur-Show präsentieren. Beginn ist um 13.30 Uhr, wo die Besucher mit einem „Sønderjysk Kaffebord“ begrüßt werden.

„Für einen Reitklub sind 50 Jahre schon etwas Besonderes“, erklärt der Vereinsvorsitzende Holger Holm. „Einen Reitklub zu betreiben kann mühsam sein – auch finanziell“, sagt Holm, der seit knapp 30 Jahren im Vorstand und davon etwa 20 Jahre als Vorsitzender tätig ist. „So ganz genau weiß ich das gar nicht mehr“, schmunzelt er.

Dem Klub geht es gut

So kurz vor dem Jubiläum geht es dem Klub ihm zufolge richtig gut. „Wir haben rund 250 Mitglieder – Tendenz steigend“, so der Vorsitzende. „Das liegt natürlich auch an unseren Reitlehrern. Wir fokussieren auf stabile Reitlehrer, die schon viele Jahre bei uns sind“, so Holm. „Das ist auch für die Entwicklung der Schüler gut. Wir setzen hier eher auf die persönliche Weiterbildung der Schüler, statt auf das Trainieren der Pferde. Bei uns lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen“, erklärt der Vorsitzende.

Erwähnenswert aus den Jahrzehnten, in denen er im Reitklub tätig ist, sei besonders, dass der Klub auch ein gemeinsamer Treffpunkt der Minderheit und Mehrheitsbevölkerung in Tingleff ist und war. „In Tingleff hast du zwei Handball- und Fußballvereine. Doch es gibt nur den einen Reitklub, und bei uns findest du eine schöne Mischung aus Deutsch und Dänisch“, so Holm und ergänzt lachend: „Das war in früheren Zeiten schon außergewöhnlich, doch heute merkt man den Unterschied zwischen Minderheit und Mehrheit kaum mehr.“

Hoffnungen für die Zukunft

Für die Zukunft erhofft er sich, dass der Klub weiterhin eine stabile Mitgliederzahl vorzeigen kann. „Jeder Klub oder Verein hat ja immer ein paar kleine Hindernisse, die etwas mehr Arbeit beanspruchen. Doch ich glaube, dass diese gesund sind und einen Klub weiterbringen können“, so Holm. „Man darf nicht vergessen, dass der Reitsport schon viel Geld kostet und die Leute hier zudem noch viel Zeit investieren. Das steigert natürlich das Engagement der Mitglieder“, erklärt er.

Ihm zufolge hat der Tingleffer Reitklub das große Glück, dass die Eltern der Kinder sehr engagiert sind. „Ohne einen solchen Rückhalt würde es nicht klappen“, sagt Holm.

Für die Feierlichkeiten erhofft sich der Vorsitzende, dass viele ehemalige Mitglieder und Menschen aus der Stadt und Umgebung vorbeischauen. „Alle sind recht herzlich eingeladen. Wir freuen uns über jeden Besucher“, so Holm. „Und für den kleinen Hunger ist mit der Kuchentafel natürlich auch gesorgt.“

Am Vortag wird er, zusammen mit den übrigen Vereinsmitgliedern, bei einer kleinen internen Feier auf das Jubiläum anstoßen.

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