Infoabend

Großes Interesse für das Bülderuper Seekajak-Projekt

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Bülderup/Bylderup
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Passt, wackelt und hat Luft - schon die Trockenübungen in der Bülderuphalle machten Spaß. Rolf Andresen übt für die Freiluftsaison. Foto: DGI

35 Männer und Frauen aus dem gesamten Umland nahmen an Infoabend teil. Auch der Jugendverband unterstützt die SC-Idee.

Das hatte Rolf Andresen selbst in seinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt: 35 Männer und Frauen wollten am Mittwochabend mehr über das geplante Seekajak-Angebot des SC Saxburg-Bülderup/BBI erfahren, das er initiiert hat. Die Rückmeldungen der Anwesenden war ebenfalls erfreulich: Sie haben sich gleich für einen Schnupperkurs aufschreiben lassen, der im Januar in der Tingleffer Schwimmhalle durchgeführt werden wird.

„Das wird voraussichtlich an einem Sonnabend geschehen. Da das Interesse so groß ist, werden wir sogar zwei solcher etwa anderthalbstündigen Kurse durchführen müssen“, sagt Rolf Andresen. Das hält zumindest auch der Kajakexperte Chresten Krogh vom Breitensportverband DGI unbedingt für erforderlich. Er wird zu dem Schnupperkurs 8-9 Kajaks mitbringen, die sich jeweils zwei Personen teilen. Auf diese Weise können 16 bis 18 Personen pro Kurs herausfinden, ob der Kajaksport etwas für ist oder nicht.

Krogh hatte zu dem Infoabend ein Seekajak zur „Anprobe“ mitgebracht. „Ich glaube, alle Anwesenden nutzten auch die Gelegenheit, sich mal in ein solches Boot zu setzen“, so Rolf Andresen.

Jugendverband unterstützt die Idee

„Ich muss gestehen, ich hielt es gelinde gesagt für kurios, als Rolf Andresen mir seine Idee von einer Seekajak-Sparte beim SC Saxburg erzählte. Kajakfahren mitten auf dem Land – darauf muss man erst kommen“, stellt Lasse Tästensen in seiner Funktion als Vereinskonsulent des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig lachend fest. Tatsächlich hatte ihn Andresen aber ganz schnell zu sich „ins Boot geholt“. Die Argumente des SC-Mannes waren nicht von der Hand zu weisen: Ob man sich von Rothenkrug oder Saxburg aufmacht, um mit seinem Kajak ans Meer zu gelangen, macht nicht den großen Unterschied aus. Das Packen des Autos dauert gleich lange. Der Unterschied ist einzig und allein die Fahrzeit.

Darüber hinaus ist es von Ost- und Westküste aus Saxburg/Bülderup nahezu gleich weit. Unter diesem Aspekt muss Saxburg sogar eine zentrale Lage attestiert werden. Aber auch direkt vor der Haustür können die Boote zu Wasser gelassen werden. „Die Auen um den Raum Saxburg/Bülderup herum sind an manchen Stellen breit genug zum Kajakfahren. Die Idee von Rolf ist daher gar nicht so abwegig, wie sie im ersten Moment vielleicht klingen mag“, findet Tästensen.

Der Vereinskonsulent gehörte zu den Teilnehmern des Infoabends; beruflich und privat hat ihn jetzt das Kajakfieber gepackt. „Ich werde ziemlich sicher an dem Schnupperkurs in der Tingleffer Schwimmhalle teilnehmen“, kündigt er an. Darüber hinaus unterstützt der Jugendverband die Initiative, zumal sie auch aus anderen Teilen Nordschleswig auf einiges Interesse gestoßen ist. „In welcher Form wir die Initiative konkret unterstützen können, wird gerade untersucht“, sagt Lasse Tästensen.

Es muss ja nicht beim Kajakfahren an der Küste oder auf den Auen bleiben. „Man kann es auch als Mannschaftssport betreiben. Ich weiß, dass die dänische Minderheit in Südschleswig Kanupolo anbietet“, sieht der DJN-Konsulent weiteres Entwicklungspotzenzial am Horizont. Kanupolo ist eine Mannschaftssportart, bei der zwei Fünfer-Teams versuchen, einen Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Gespielt wird mit „fliegendem Torwart“. Kanupolo ist ziemlich anstrengend und kampfbetont.

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