Länderübergreifendes Projekt

Grenzen suchen, finden, überwinden

Sarah Heil
Knivsberg/Knivsbjerg  
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Der Workshop „Darstellendes Spiel“ zeigt, was er gelernt hat. Foto: Sarah Heil

Im Rahmen eines länderübergreifenden Projekts kamen in dieser Woche 42 Schüler aus Deutschland und Dänemark zusammen.

Das Schülerprojekt, das diese Woche auf dem Knivsberg veranstaltet wurde, fand am Donnerstag in Form eines Theaterstücks seinen Abschluss. Unter dem Titel „Grenzen suchen, Grenzen finden, Grenzen überwinden“ befassten sich 42 Schüler in verschiedenen Workshops künstlerisch mit dem Thema „Grenzen“. Die Grundidee war es, ein grenzüberschreitendes Projekt zu schaffen. Entwickelt wurde die Idee von Global House in Zusammenarbeit mit der Akademie Sankelmark, wo im vergangenen Jahr die erste Runde des Projekts stattfand.

In diesem Jahr überschritt auch der Veranstaltungsort eine Grenze, in diesem Fall die Landesgrenze, und hielt auf dem Knivsberg Einzug.
Folgende Workshops wurden im Rahmen des Projekts angeboten: Tanz und Bewegung (Stella Korljan), Street Art/ Graffiti (William Thystrup), Darstellendes Spiel (Elisa Priester), Maskenbau und Maskenspiel (Niels und Mona Damkjær) und Rhythmus und Percussion (Felix Barg).
Unter der Regie von Stella Korljan wurden die erarbeiteten Inhalte aller Workshops in ein Theaterstück zusammengeführt und am Ende des Projekts präsentiert.

Für Stella Korljan geht es bei diesem Projekt vor allem um die Überwindung persönlicher Grenzen. Raus aus dem Vertrauten und hinein in neue Erlebnisse und Abenteuer. Jeder Teilnehmer kann, so Korljan, durch die inter- und transkulturellen Erfahrungen seinen eigenen Weg finden und sich selbst ein Stück weit besser kennenlernen.

Für die Regisseurin ist es das zweite Projekt dieser Art, an dem sie mitwirkt. Ihre Erwartungen an die Arbeit mit den neuen Kollegen haben sich erfüllt. Das Team aus Lehrern und Workshopleitern schaffte einen konstruktiven und kollegialen Austausch. Dieser übertrug sich auf die Arbeit in den einzelnen Workshops und kam somit auch den Schülern zugute.

Abbau innerer Grenzen

Jana Thye (14 Jahre) ist Schülerin der 8. Klasse der Deutschen Schule Tingleff. Gemeinsam mit 14 weiteren Mädchen und Jungen ihrer Klasse, 19 Schülern der Broager Skole und 7 aus der Emil Nolde Schule in Neukirchen nahm sie an diesem Projekt teil. Zu Beginn des Projekts war es vor allem die Unsicherheit über die Zusammenarbeit mit den unbekannten Schülern der anderen Schulen, die Jana beschäftigte. Doch im Laufe der Woche verflog das Gefühl des Unbekannten, und die Freude an den neuen Bekanntschaften und Freundschaften überwog.

Im Graffiti-Workshop, unter der Leitung des kopenhagener Künstlers William Thystrup, erlernte Jana den Umgang mit Spraydosen und Street Art. Diese Arbeit hat der Schülerin gut gefallen und sehr viel Spaß bereitet. Auf die Aufführung der Ergebnisse vor dem Publikum war sie bis zuletzt sehr gespannt.
Am Ende überzeugten die jungen Menschen mit einer ausdrucksstarken Aufführung, in der so manche Grenzen überwunden wurden.

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