Grenzüberschreitendes

Grenz-Fahrradtour mit Zauninfos

Grenz-Fahrradtour mit Zauninfos

Grenz-Fahrradtour mit Zauninfos

Sophiental/Fehle
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BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen (links) hatte die Teilnehmer per „Flüstertüte“ willkommen geheißen. Foto: Jette Erichsen

Rund 100 deutsche und dänische Grenznachbarn radelten von Sophiental nach Vilmkjær und Ellund. Die nächste Tour ist am 8. Juli.

Auch in diesem Jahr herrscht großes Interesse an den gemeinsamen sommerlichen Grenzradtouren der deutschen und dänischen Nachbarn entlang der Landesgrenze. Rund 100 deutsche und dänische Radler trafen sich Dienstagabend an der Wurstbude, die der Ladelunder Schlachter wie in den vergangenen Jahren am Grenzübergang Sophiental/Fehle anlässlich der Radtour aufgebaut hatte, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Strecke zu versorgen, die zunächst nach Vilmkjær führte, dem zu Dänemark gehörenden Hof, der aufgrund seiner besonderen Lage vom neuen dänischen Anti-Wildschweinzaun fast umzingelt ist.

Dort hatten kürzlich dänische und deutsche Jugendliche spielerisch und humorvoll gegen das Absperrgitter protestiert. Begrüßt wurden die Radler von Vater und Sohn Christian und Henrik Hansen, die es seit Jahren gewohnt sind, mit ihren Fahrzeugen die deutsch-dänische Grenze ständig zu überqueren.

Im Alltag behindert

Sie fühlen sich durch den Zaun, der nach ihrer Ansicht nicht geeignet ist, Wildschweine als potenzielle Überträger der Afrikanischen Schweinepest von einer Grenzpassage abzuhalten, im Alltag behindert. Christian Hansen hatte so manche Anekdote aus der Vergangenheit mit patrouillierenden Gendarmen und Zöllnern auf Lager, die seinerzeit die Grenze fest im Blick hatten. Mit vielen Anträgen und Umständlichkeiten lief damals der Grenzalltag. Die neue Abzäunung sei reine Symbolpolitik.

Nächstes Ziel war die Erdgasverdichtunungsstation, die seit Mitte der 1980er Jahre zunächst aus dänischen Lagerstätten in der Nordsee gefördertes Gas für den Export nach Deutschland auf den richtigen Druck gebracht hat. Seit einigen Jahren jedoch aus Deutschland nach Dänemark geliefertes Erdgas. Der Betriebsleiter erklärte die Arbeit des Werkes, das im Zuge des Baus einer zweiten Pipeline erweitert worden ist. Die dortige Technik prüft auch laufend die Qualität des Gases.

Seit einiger Zeit führt von Ellund eine Erdgasleitung zum Flensburger Kraftwerk, das nicht mehr mit Kohle befeuert wird. Für den zur Leitung durch die Pipeline erforderlichen Druck sorgt in der Verdichterstation eine Turbine mit 5.000 PS Leistung. Derzeit wird eine zweite Gasleitung geplant.

Die Grenzradler treffen sich am Montag, 8. Juli, zur zweiten deutsch-dänischen Tour. Ziel ist dabei ein Ökobauernhof auf der deutschen Seite der Grenze.

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