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Glockengeläut riss Uker aus dem Schlaf

Glockengeläut riss Uker aus dem Schlaf

Glockengeläut riss Uker aus dem Schlaf

Uk/Uge
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Symbolbild Foto: Picture Alliance /DPA

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag nahm die Uker Kirchenglocke ihren Betrieb auf und riss die Bürger aus dem Schlaf. Quasi nur einen Steinwurf von der Kirche entfernt bekam Christa Schröder das nächtliche Geläute hautnah mit.

Am Freitagmorgen sind die Bürger von Uk jäh aus dem Schlaf gerissen worden. Die Kirchenglocke in dem Dorf südlich von Apenrade läutete Sturm zu einer für Gottesdienste unüblichen Stunde, teilte die Polizei mit, die viele Anrufe bekam. Aus welchem Grund die Glocke läutete, steht noch nicht fest.

Quasi nur einen Steinwurf von der Kirche entfernt bekam Christa Schröder das nächtliche Geläute der Kirchenglocke hautnah mit. Sie wohnt in der Uge Allegade. „Ich wurde um 1.40 Uhr vom Geläute wach und habe mich natürlich gewundert. Ich dachte ‘was sollen wir machen’ und es schießt einem sogar in den Kopf, ob Krieg ausgebrochen ist“, so die Ruheständlerin zum nächtlichen Gebimmel. Drei Stunden lang habe es angehalten, so die Ukerin.

„Wir wussten nicht so recht, was wir tun sollten und ob das Geläute als Alarm zu verstehen ist. Als ich aber keine Autos herumfahren sah und alles ruhig blieb, habe ich mich wieder hingelegt“, erwähnt Christa Schröder. An Einschlafen war aber nicht zu denken. Es klappte nicht. Nicht einmal mit Ohrenstöpsel und Decke über dem Kopf“, ergänzt die Ukerin mit einem Schmunzeln. Sie kann im Nachhinein über die nächtliche Störung lachen, zumal sie landesweit in den Medien aufgegriffen wurde.

„Obwohl ja gar nichts los war. Anscheinend ja nur ein technischer Fehler“, so Christa Schröder kopfschüttelnd.
Sie hatte noch überlegt, die Kirchendienerin anzurufen, damit der Sache auf den Grund gegangen werden kann. „Die wohnt aber in Jündewatt und hätte in der Nacht erst noch her sollen“, so Schröder.

Der Vorsitzende des Kirchengemeinderats Bjolderup/Uk, Leif Andersen, war es schließlich, der den buchstäblich beruhigenden Knopf in der Kirche drückte, nachdem er zwei Stunden später benachrichtigt wurde. Auch die Polizei wurde verständigt, konnte die Sache aber nicht lösen.

Leif Andersen, der selbst nicht in Uk wohnt, hätte das versehentliche Glockenläuten gern direkt und umgehend von Ortsansässigen erfahren, dann hätte man schneller eingreifen und die Lärmbelästigung beenden können, so der Vorsitzende zu mehreren Medien.

Sie werde sich die Nummer des Vorsitzenden oder anderen Gemeinderatsmitgliedern vielleicht lieber an die Pinnwand hängen, falls die Glocke mal wieder spinnen und in der Nacht losgehen sollte, so Christa Schröder. „Am besten ist natürlich, wenn es gar nicht mehr passiert. Dann können die Leute durchschlafen“.

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