Finanzen

Freibäder warten auf warmen Regen

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Rapstedt/Bülderup
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Für den Badespaß in Bülderup ist eine umfangreiche Modernisierung nötig. Foto: Friedrich Hartung

Die Freibäder in Rapstedt und Bülderup benötigen Sanierungszuschüsse in Millionenhöhe. In Rapstedt hatte man sich erfolgreich um Fonds-Unterstützung bemüht. Wie die Maßnahmen in Bülderup finanziert werden können, wird offen gelassen.

Gleich zum Jahresbeginn wird sich der Kulturausschuss mit einem ökonomisch dicken Brocken befassen. Es geht um die Freibäder in Rapstedt und Bülderup, die eine umfangreiche Sanierung und Renovierung nötig haben. Zum Teil werden Maßnahmen durch gesetzliche Richtlinien vorgegeben. Rund eine Million Kronen wird die Sanierung in Rapstedt kosten, die körperschaftseigene Einrichtung Bülderuper Sportcenter mit angeschlossenem Freibad geht sogar von 3,3 Millionen, mit Mehrwertsteuerbefreiung von 2,47 Millionen Kronen aus. Beide Bäder existieren seit mehr als 40 Jahren.

In Rapstedt hatte man sich erfolgreich um Fonds-Unterstützung bemüht. Zusammen mit einem Zuschuss des Freizeitausschusses in Höhe von 150.000 Kronen waren über 500.000 Kronen für die Renovierung des Beckens zusammengekommen. Man wähnte sich am Ziel.

Wasseraufbereitungsanlage

Mit den Maßnahmen erlischt jedoch eine Ausnahmeregelung für die Wasseraufbereitungsanlage. Um die auf den geforderten Stand zu bringen, werden noch einmal 540.000 Kronen benötigt. Die Verwaltung empfiehlt den Politikern, diesen Betrag zur Verfügung zu stellen.

Wie die Maßnahmen in Bülderup finanziert werden können, wird offen gelassen. Von der Verwaltung ist eine Analyse für die künftige Beschlussfassung angedacht. Untersucht werden soll demnach, wie Freibäder in Verbindung mit gesetzlichen Vorschriften und Betriebsausgaben optimal zu renovieren sind und wie die Nutzung einzustufen ist. Etwa 100.000 bis 150.000 Kronen würde die Analyse laut Verwaltung kosten, wenn der Ausschuss dem zustimmt.

Der Vorstand aus Bülderup ist sich im Briefwechsel mit der Kommune der hohen Kosten bewusst, sieht aber eine Daseinsberechtigung. „Das nun 49 Jahre alte Freibad ist eine fantastische Attraktion nicht nur für das hiesige Gebiet, sondern für die ganze Kommune“, so der Wortlaut im Schreiben, unterschrieben vom Vorsitzenden Christian Iwersen und von Hallenwart Andreas Hansen.

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