Kreativangebot im Oldemorstoft

Filzen, Klöppeln, Basteln und alles, was sonst noch Spaß macht

Filzen, Klöppeln, Basteln und alles, was sonst noch Spaß macht

Filzen, Klöppeln, Basteln und alles, was sonst noch Spaß macht

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Bau/Bov
Zuletzt aktualisiert um:
Kastanje und Frigg präsentieren eine kleine Auswahl ihrer Bastelarbeiten. Foto: K. Riggelsen

Beim Kreativangebot im Oldemorstoft ging es hoch her: Die Kinder filzten, klöppelten, knüpften und ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Trotz des guten Strandwetters war die Pyramide des Museums in Bau gestern gut gefüllt mit Kindern, die das Kreativangebot im Oldemorstoft dem Planschen im Wasser vorzogen.

Das heißt ein bisschen wurde auch im Museum mit Wasser geplanscht, genauer mit Seifenlauge. Der fünfjährige Theis aus Hockerup, dessen „farmor“ (Oma väterlicherseits) ihn mit ins Oldemorstoft genommen hatte, drückte immer wieder das bunte Wollknäuel in die Lauge und knetete es fleißig, damit es eine kugelrunde Form erhält und sich die Wollfäden ineinander verfilzen. „Das ist gar nicht schwierig“, fand der Fünfjährige. Bevor sein Bällchen sich in ein ovales Ei verwandelte, griff Marianne kurz korrigierend ein.

Marianne gehört zum Heer der Freiwilligen, die alle Jahre wieder im Museum Kreativtage für Kinder anbieten, damit alte Handarbeitstechniken nicht verloren gehen.

Ehrenamtlerin Marianne rührt eine Seifenlauge für den fünfjährigen Theis an, damit er den Filzball herstellen kann. Anna aus Loit ist schon im vollen Gang. Foto: K. Riggelsen

Klöppeln macht Spaß

Eine dieser alten Handarbeiten ist das Klöppeln. „Das macht großen Spaß“, findet die neunjährige Anna-Sofie aus Aarhus, die derzeit bei ihrer „farmor“ in Bau ein paar Ferientage verbringt, ist schon oft an den Kreativwerkstätten in Museum teilgenommen. Diesmal hat sie aber zum ersten Mal geklöppelt. „Das erfordert Ausdauer“, sagt ihre Oma und präsentiert stolz das rote Klöppelarmband, dass ihre Enkelin an den ersten beiden Kreativtagen im Museum hergestellt hat. Gestern widmete sie sich u. a. dem Herstellen von Macrame-Armbändern und Schlüsselanhänger. Als wir Anna-Sofie über die Schulter schauen, knotet sie gerade an einem Armbändchen für ihre kleine Schwester – als Mitbringsel.

Was wohl die Mama zu Aksels Holzschwert sagt? Er war zumindest bannig stolz. Foto: K. Riggelsen

Überraschendes Wiedersehen

Für zwei Mädchen aus Loit gab es ein überraschendes Wiedersehen im Museum. Kastanje (6 Jahre) und Anna (11 Jahre) wohnen nämlich beide in Loit. Sie sind sogar Nachbarskinder. Dass sie sich in Bau treffen würden, war ihnen nicht klar. Anna verbringt nämlich diese Woche bei ihrer Großmutter mütterlicherseits in Pattburg, während Kastanje bei ihrer Oma väterlicherseits in Warnitz Ferien macht.

Kastanje war übrigens zum ersten – aber bestimmt nicht zum letzten Mal – mit ihrer Oma im Museum. Sie war äußerst produktiv. Sie hat zwei Bälle gefilzt, ein Armband geknüpft, einen Schmetterling aus Fimo auf einem Holzspießchen, ein Bild gemalt und drei Springseile gekordelt. „Für wen sind die Springseile denn?“, lautet die Frage des Nordschleswigers. „Eins für mich, eins für mormor und ein für farmor“, klärt uns das Mädchen auf. „Farmor“ reagiert darauf weniger begeistert und stellt bedauernd fest: „Ich befürchte, Seilspringen ist Gift für meine Knie, Süße.“

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