Projektwoche

Danke für Birnen, Beeren und Bananen

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Bülderup/Bylderup
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Ein wunderschönes Mandala aus der Natur schmückt den Vorgarten des Bülderuper Kindergartens. Foto: Anke Haagensen

Deutscher Kindergarten Bülderup schloss Projektwoche zum Thema Ernte mit einem Freiluft-Gottesdienst unter dem Halbdach ab.

„Na, was habt ihr denn bei euch zu Hause aus dem Garten geerntet?“, wollte Pastor Carsten Pfeiffer von den Jungen und Mädchen des Deutschen Kindergartens Bülderup in Erfahrung bringen. Erst kamen die Antworten zögerlich, doch nachdem das erste Mädchen mutig nach vorne gegangen war, um dem Mann im schwarzen Talar zu erzählen, dass sie bei der Wurzelernte geholfen hat, dann kamen nach und nach auch die anderen Kinder herangestürmt, um eifrig von Äpfeln, Kartoffeln, Pflaumen, Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren und … ja, sogar von Bananen zu berichten, die sie geerntet hatten.

Auf jeden Fall wurde deutlich, dass sich die Kinder in jüngster Vergangenheit intensiv mit dem Thema Herbst und Erntezeit beschäftigt hatten.
Sie haben Pflaumen gepflückt und anschließend beim Marmeladekochen geholfen. Auf dem Feld wurden Kartoffeln geholt. Daraus wurde eine leckere Suppe zubereitet. Außerdem wurden ganz viele Herbstlieder gelernt – auf Deutsch und auf Dänisch.

Freilicht-Gottesdienst

Abgeschlossen wurde das Herbstprojekt des Kindergartens gestern nun mit einem Freilicht-Gottesdienst unter dem schützenden Halbdach, bei dem auch einige Großmütter anwesend waren. Der Mittwoch ist Oma-Tag im Kindergarten. Mit einer schönen Tischdecke, ein paar Kisten, Blumen und Früchten von Feld und Garten hatten die Erzieherinnen des Kindergartens aus der roten Gartentischbank einen schmucken Altar gezaubert. Ein Kreuz und zwei dicke Altarkerzen hatte der Pastor noch dazugestellt – und so war der Gottestisch perfekt.

Einige der Herbstlieder hatte Carsten Pfeiffer in seinen Gottesdienst mit eingebaut. Er lernte schnell, dass man im Kindergarten nicht nur ein Lied anstimmt, sondern dass vorher bis drei gezählt wird, indem man eine Faust auf die andere „stapelt“. Mit diesem kleinen Ritual wurde jedes Lied dann eingeleitet.
Bei seiner kindgerechten Andacht erinnerte der Pastor daran, dass man hierzulande für vieles dankbar sein könne, weil es hier reichlich zu essen gibt. „Wofür sollte man sonst Danke sagen?“, fragte Pfeiffer die Kinder und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als ihm ein „Danke, dass ich ein Junge bin!“ entgegengerufen wurde.

Auf ihren vielen Spaziergängen durch die reichhaltige Natur um den Kindergarten herum hatten die Kinder so einiges an Nüssen, Früchten und Beeren zusammengetragen; auch die Eltern hatten sich fleißig mit Gemüse und Blumen beteiligt. Aus den vielen Gaben wurde ein riesiges, kreisrundes Mandala zusammengestellt, das in der nächsten Zeit nun den Vorgarten des Kindergartens schmücken wird.

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